|
Liebe Leserinnen und Leser,
die Behandlung der Tuberkulose – langwierig und oftmals aufgrund von Resistenzen schwierig – kann sowohl für die von der Infektion Betroffenen als auch für die Behandler eine Herausforderung sein. Dass aber auch die Diagnostik optimiert werden kann, zeigten Forschende (darunter auch Vertreter der Universität und des Universitätsklinikums Heidelberg) in einer Publikation im „New England Journal of Medicine“.
Ihr neues Verfahren ermöglicht unter Einsatz zweier mobiler Geräte den schnellen Tuberkulosenachweis per Zungenabstrich direkt vor Ort in unter 35 Minuten – ohne Labor und auch durch wenig geschultes Personal. Die Genauigkeit dieses Tests wird als hoch eingestuft und ist laut den Autoren vergleichbar mit bisherigen Standardtests, die ausschließlich auf der Analyse von Sputum beruhen. Kurz gesagt: Der Test ist einfach, kostengünstig, vorgesehen für den mobilen Einsatz und besonders für Regionen mit schlechter Infrastruktur geeignet sowie für Patienten, die kein Sputum abgeben können. Aufgrund der überzeugenden Ergebnisse hat die WHO den Einsatz bereits empfohlen. Erste Anwendungen in stark betroffenen Ländern werden vorbereitet.
Lesen Sie mehr dazu und zu anderen Themen in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal, darunter auch Berichte vom 130. Deutschen Ärztetag, der in der vergangenen Woche in Hannover stattfand. Und noch ein Hinweis: Gerade ist die jüngste Ausgabe von KOMPAKT PNEUMOLOGIE erschienen – das ePaper finden Sie hier.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
|