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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
wie groß der Anteil von Kindern und Jugendlichen ist, die nach einer COVID-19-Erkrankung Symptome von Long-COVID entwickeln, ist schwer einzuschätzen: Die Autoren eines Umbrella-Reviews aus dem Jahr 2022 (23 Übersichtsarbeiten, 102 Primärstudien) gingen darin von zwei bis 3,5 Prozent aus. Eines der am häufigsten genannten Symptome von Long-COVID auch in dieser Altersgruppe ist die Fatigue. Forschende aus Hannover und Jena haben nun festgestellt, dass die Lunge von Teenagern mit Long-COVID im Vergleich zu der gesunder Altersgenossen deutlich weniger durchblutet ist. In der Untersuchung korrelierte der Schweregrad der Fatigue mit den beobachteten Blutflussveränderungen. Die Studienautoren gehen daher davon aus, hier eine biologische Grundlage für die anhaltenden Symptome der Betroffenen entdeckt zu haben.
Außerdem berichten wir in dieser Woche, ebenfalls im Zusammenhang mit COVID-19, über den Nutzen einer passiven Immunisierung mit einem lang wirksamen monoklonalen Antikörper für immunsupprimierte Patienten wie zum Beispiel Nierentransplantierte. Weitere Themen sind eine neue mRNA-Therapie bei Lungenschädigungen und ein verräterisches Merkmal beim (noch) lokal begrenzten Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom, das Rückschlüsse auf eine zukünftige Progression und Metastasierung zulässt.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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