Ausgabe 35/2025

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Donnerstag, 28. August 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

zugegeben: Der Hochsommer ist nicht gerade die Hauptsaison für Atemwegsviren. Trotzdem möchten wir uns in dieser Woche noch einmal dem Thema COVID-19 widmen. Dabei geht es um Zusammenhänge mit Infektionen der Atemwege, die durch andere Erreger verursacht werden, beziehungsweise darum, wie es sich nach einer SARS-CoV-2-Infektion beispielsweise mit dem Asthmarisiko verhält.

Eine international besetzte Forschergruppe – darunter auch Mediziner des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck – hat in einer großen retrospektiven Studie Daten zu drei von ihnen definierten Kohorten ausgewertet: 973.794 Personen mit COVID-19-Erkrankung, 691.270 Personen mit COVID-19-Impfung sowie 4.388.409 Kontrollen, die nicht mit SARS-CoV-2 in Kontakt gekommen waren. Zu beobachten war, dass nach einer COVID-19-Erkrankung das Risiko unter anderem für Asthma signifikant zunahm. Eine Impfung gegen SARS-CoV-2 hingegen senkte das Asthmarisiko. Ein direkter Vergleich mit einer Impfung gegen SARS-CoV-2 ergab eine um das Zwei- bis Dreifache erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Typ-2-Inflammation der Atemwege nach durchlittener SARS-CoV-2-Infektion. Die Autoren schlussfolgern aus ihren Ergebnissen, dass eine COVID-19-Impfung nicht nur vor der SARS-CoV-2-Infektion selbst schützt: Den Daten zufolge profitieren Geimpfte auch von einem guten Schutz vor bestimmten Atemwegskomplikationen.

Zieht man sich als Schutz vor einer SARS-CoV-2-Infektion am besten eine simple Erkältung zu und hat dann erst einmal ausgesorgt? Das könnte eine andere Untersuchung aus den USA beinahe vermuten lassen. Dafür waren tausende Nasenabstriche analysiert worden. Aus ihren Ergebnissen lesen die Forschenden heraus, dass eine Erkältung das Immunsystem so ankurbelt, dass es zumindest für eine gewisse Zeit bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2 im Vorteil ist. Die Studienautoren erhoffen sich von den gewonnenen Erkenntnissen neue Ideen für die COVID-19-Prävention.

Lesen Sie mehr dazu und weitere Neuigkeiten aus der Pneumologie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
COVID-19 mit erhöhtem Asthmarisiko assoziiert

COVID-19 mit erhöhtem Asthmarisiko assoziiert

Asthma, allergische Rhinitis oder chronische Sinusitis: Wer an COVID-19 erkrankt war, hat ein höhere Risiko für entzündliche Atemwegserkrankungen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Eine weitere Erkenntnis: Die SARS-CoV-2-Impfung senkt dieses Risiko.

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Erkältung könnte vor COVID-19 schützen – zumindest vorübergehend

Eine neue Studie unter der Leitung von Forschenden der National Jewish Health (USA) zeigt, dass eine kürzlich erlittene einfache Erkältung – oftmals verursacht durch Rhinoviren – vorübergehenden Schutz vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 bieten kann.

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Einfach inhalieren: Mit der Genschere virale Atemwegserkrankungen bekämpfen

Einfach inhalieren: Mit der Genschere virale Atemwegserkrankungen bekämpfen

Weltweit erkranken jedes Jahr mehr als 17 Milliarden Menschen an viralen Atemwegs­erkrankungen. Etwa 2,4 Millionen Infizierte sterben daran. Weil Viren rasch mutieren, ist es schwierig, die Übertragung der Krankheitserreger zu kontrollieren oder zu verhindern.

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UNSERE AUSWAHL: AKTUELLES AUS INTERNATIONALEN JOURNALS

Real-World-Daten zur vergleichenden Wirksamkeit von Biologikatherapien bei schwerem Asthma: EU-ADVANTAGE
ERJ Open Res 2025;11(4):01217-2024.

Wirkung von Viloxazin und Trazodon bei Obstruktiver Schlafapnoe. Eine randomisierte, placebokontrollierte Crossover-Studie.
Thorax 2025;80(9):641-649.

Bewertung des Effektes, den Multimorbidität auf schwer zu behandelndes Asthma hat, mithilfe eines neuen Scores (MiDAS). Eine multinationale Untersuchung an Asthmakohorten.
Thorax 2025;80(9):641-649.

 
 

Biosensor misst Chlorid im Schweiß zur Diagnose von Mukoviszidose

Die Zusammensetzung des Schweißes kann als Frühsystem zur Diagnose von Mukoviszidose dienen. Forschende der Pennsylvania State University entwickeln einen tragbaren Sensor, der den Chloridionengehalt in Echtzeit präzise misst.

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Studie: Medizinische Forschung geht am tatsächlichen Bedarf oft vorbei

Studie: Medizinische Forschung geht am tatsächlichen Bedarf oft vorbei

Eine neue Studie unter Beteiligung von Forschern der Universität Mannheim zeigt: Krankheiten wie Diabetes oder Suchterkrankungen nehmen weltweit zu, die Forschung dazu hinkt jedoch hinterher und findet schwerpunktmäßig nur in einigen wenigen Ländern statt.

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KURZMELDUNGEN:

Eine aktuelle Übersichtsarbeit des Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung zeigt, dass rund ein Drittel der Menschen Informationen zu schweren Krankheiten aus dem Weg gehen, wenn sie fürchten, betroffen zu sein.
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Die aktualisierte S3-Leitlinie Invasive Beatmung und Einsatz extrakorporaler Verfahren bei akuter respiratorischer Insuffizienz soll eine verlässliche Grundlage für eine standardisierte, qualitativ hochwertige und patientenzentrierte Versorgung auf Intensivstationen liefern.
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Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es in Deutschland die Möglichkeit, Säuglinge vor einer Infektion mit dem Respiratorischen Synzytialvirus zu schützen. Experten haben nun die Entwicklung der Krankheitsfälle untersucht. Die Zahlen sind eindeutig.
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TERMINE:

IKF-Symposium Thorax-Onkologie
12. September 2025
Frankfurt am Main

BUB-Kurs zur Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen
13. - 14. September 2025
online

Curriculum Kardiopulmonale Belastungsuntersuchungen mit Spiroergometrie – Grundkurs
18. - 19. September 2025
München

Lung Cancer Best Practice
19. - 20. September 2025
Hamburg

Weiterbildungsseminar Thorakale Onkologie
24. - 25. September 2025
Tübingen

15. Jahrestagung der Atmungstherapeuten
27. - 28. September 2025
Heidelberg

 
 

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