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Liebe Leserinnen und Leser,
die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bekräftigen eine traurige Tatsache: Auch im Jahr 2024 war die Mortalität der Männer höher als die der Frauen, und zwar in allen Altersklassen. Statistisch gesehen leben Frauen fünf Jahre länger. Die Gründe für die kürzere Lebenserwartung von Männern sind vielfältig. Einer davon ist schlicht ungesundes Verhalten. Der Weltmännertag am 3. November und die Initiative „Movember“ sollen hierfür das Bewusstsein wecken.
Um Männer zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren, unterstützt das Universitätsklinikum Freiburg sie jetzt mit einem neuen Instagram-Kanal. Auch die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) appelliert diesbezüglich an die „Herren der Schöpfung“. Schade, dass von der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kein solches Signal kommt – anders als bei der Frauengesundheit, die, so Warken im Juni 2025 im Gesundheitsausschuss des Bundestags, „kein Nischenthema, sondern ein zentrales Anliegen“ ist. Damit hat sie sicherlich recht, und auch die Urologie befasst sich keineswegs, wie in der Bevölkerung oft vermutet, nur mit Männerthemen.
Dass an die besonderen Bedürfnisse aller Geschlechter gedacht werden muss, zeigt beispielsweise die Katheterisierung bei Querschnittsgelähmten. Hier stellt die Anatomie Frauen vor andere Herausforderungen als Männer. Um querschnittsgelähmten Frauen das selbstständige Katheterisieren zu erleichtern, entwickelt ein Forscherteam der Fraunhofer-Gesellschaft ein Gerät, das ihnen die Prozedur erleichtern und Pflegekräfte entlasten soll.
Eine aufschlussreiche Lektüre dieser und der weiteren Meldungen wünscht Ihnen
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