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Liebe Leserinnen und Leser,
die Prostata wird häufig als immunologisch „kaltes“ Organ beschrieben. Dies wird als Grund angeführt, weswegen Immuntherapien bisher keine großen Erfolge gegen Prostatakrebs hätten. Eine aktuelle Forschungsarbeit aus den USA widerlegt die These von der kalten Prostata: Demnach wandern T-Gedächtniszellen nach einer Infektion gezielt in die Vorsteherdrüse ein und residieren dort über Monate bis Jahre. Die Prostata ist also nicht nur wehrhaft an sich, sondern fungiert sogar als Wächterin – weit über ihre Funktion als Produzentin der Spermagrundsubstanz hinaus. Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnis einen Ansatzpunkt für neue Therapien von Prostatitis und Prostatakrebs darstellen könnte.
Viel Aufregung in der Gesundheitspolitik gibt es derzeit wieder einmal über die Terminvergabe bei Fachärzten. Dr. Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), erteilt Wünschen nach einer „Termingarantie“ eine barsche Absage. Er fordert, dass die Terminvergabe nach medizinischem Bedarf geregelt werden sollte. In vielen Fällen sei ein Termin nach mehreren Monaten Wartezeit kein Problem.
Derweil wird bereits an einer Lösung in Form eines Digitalgesetzes gearbeitet. Dass die Termin-Vermittlungsnummer 116117 eine zentrale Rolle spielen soll, stößt bei der KBV auf wesentlich mehr Verständnis als eine Termingarantie. Künftig sollen Termine auch über die elektronische Patientenakte (ePA) vergeben werden können, die damit gleichzeitig an Akzeptanz gewinnen soll. „Allein auf die ePA zu setzen, ist jedoch realitätsfern“, geben die KBV-Vorstände zu bedenken. Sie fordern einen „Versorgungsfachdienst in der Telematikinfrastruktur“, der Informationen auch unabhängig von der ePA weitergeben könnte.
Viel Spaß und Erkenntnis beim Lesen dieser und der weiteren Meldungen wünscht Ihnen
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