Ausgabe 15/2026

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Donnerstag, 09. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
die Prostata wird häufig als immunologisch „kaltes“ Organ beschrieben. Dies wird als Grund angeführt, weswegen Immuntherapien bisher keine großen Erfolge gegen Prostatakrebs hätten. Eine aktuelle Forschungsarbeit aus den USA widerlegt die These von der kalten Prostata: Demnach wandern T-Gedächtniszellen nach einer Infektion gezielt in die Vorsteherdrüse ein und residieren dort über Monate bis Jahre. Die Prostata ist also nicht nur wehrhaft an sich, sondern fungiert sogar als Wächterin – weit über ihre Funktion als Produzentin der Spermagrundsubstanz hinaus. Die Forscher hoffen, dass diese Erkenntnis einen Ansatzpunkt für neue Therapien von Prostatitis und Prostatakrebs darstellen könnte.
Viel Aufregung in der Gesundheitspolitik gibt es derzeit wieder einmal über die Terminvergabe bei Fachärzten. Dr. Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), erteilt Wünschen nach einer „Termingarantie“ eine barsche Absage. Er fordert, dass die Terminvergabe nach medizinischem Bedarf geregelt werden sollte. In vielen Fällen sei ein Termin nach mehreren Monaten Wartezeit kein Problem.
Derweil wird bereits an einer Lösung in Form eines Digitalgesetzes gearbeitet. Dass die Termin-Vermittlungsnummer 116117 eine zentrale Rolle spielen soll, stößt bei der KBV auf wesentlich mehr Verständnis als eine Termingarantie. Künftig sollen Termine auch über die elektronische Patientenakte (ePA) vergeben werden können, die damit gleichzeitig an Akzeptanz gewinnen soll. „Allein auf die ePA zu setzen, ist jedoch realitätsfern“, geben die KBV-Vorstände zu bedenken. Sie fordern einen „Versorgungsfachdienst in der Telematikinfrastruktur“, der Informationen auch unabhängig von der ePA weitergeben könnte.
Viel Spaß und Erkenntnis beim Lesen dieser und der weiteren Meldungen wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Gewebsständige T-Gedächtniszellen schützen Prostata vor Infektionen

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US-Forscher haben entdeckt, dass T-Zellen in die Prostata wandern und dort langfristigen Schutz vor Infektionen bieten können. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass Mediziner diese Zellen zukünftig auch zur Behandlung von Prostatakrebs nutzen könnten.

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Fast 7 von 10 nach 5 Jahren#: Überleben im mHSPC mit XTANDI™

XTANDI + ADT im mHSPC* überzeugt in der Langzeit-Auswertung der ARCHES-Studie mit einer starken Wirksamkeit: Fast 7 von 10 mHSPC-Patienten waren nach 5 Jahren noch am Leben# ‒ ohne neue Sicherheitssignale. Neben den neuen Daten bestätigt auch die S3-Leitlinie XTANDI + ADT als eine Standardtherapie im mHSPC.1,2 Erfahren Sie mehr zu den 5-Jahres-Daten und dem Langzeit-Überlebensvorteil:

MAT-DE-XTD-2025-00316 | Erstellt: Oktober 2025
Fachinformation | Referenzen & Hinweise

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Stockholm3-Score hilft bei der Entdeckung von klinisch relevantem Prostatakrebs

Der Stockholm3-Score zur Erkennung klinisch relevanter Prostatakarzinome (PCa) hat laut den Neun-Jahres-Ergebnissen der STHLM3-Studie Vorteile gegenüber dem PSA-Test gezeigt: Aggressive PCa seien besser erkannt und Überdiagnosen reduziert worden, berichten Hari T. Vigneswaran und Kollegen in „European Urology“.

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Termingarantie für Facharzt? Kassenärzte: „Bullshit“

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Facharzttermine erst nach Wochen? Der SPD-Fraktionschef will das ändern. In der Ärzteschaft wird sein Vorschlag mit einem Kraftausdruck zurückgewiesen. Krankenkassen und Patientenschützer sind empört.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Transdermale Estradiolpflaster bei lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs
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UGN-102 zur Behandlung von rezidivierendem, niedriggradigem, nicht muskelinvasivem Blasenkrebs mit intermediärem Risiko: Ergebnisse der Phase-III-Studie ENVISION zur Ansprechdauer nach 24 Monaten
J Urol, 25.03.2026

Mikrobielle und inflammatorische Profilierung von Druckgeschwüren und Harnwegsinfektionen bei Rückenmarksverletzungen: eine prospektive Kohortenstudie
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Patientenakte-App soll bei Terminbuchung helfen

Die allermeisten Versicherten haben inzwischen auch digitale Akten für Behandlungsdaten. Doch viele nutzen sie nicht aktiv. Künftig sollen auch Terminbuchungen darüber möglich sein. Kassenärzte und Krankenkassen stimmen grundsätzlich zu, sehen aber noch viel Regelungsbedarf.

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Behandlung primärer Hyperoxalurie Typ 2: Neuartiger Wirkstoff könnte auch Nierensteine und Nierenversagen verhindern

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Laut einer aktuellen Studie der Buck University (USA) könnte ein neuartiger Wirkstoff, der vorrangig der Behandlung primärer Hyperoxalurie Typ 2 (PH2) dient, ebenfalls rezidivierende Kalziumoxalat-Nierensteine und Nierenversagen verhindern.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Landarztprämie in Bayern trifft nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums weiter auf Interesse. In diesem Jahr sollen sich bereits zwei Urologen über das Programm im ländlichen Raum niedergelassen haben.
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In einem neuen Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover werden die Erfahrungen und Bedürfnisse von Transpersonen und Fachleuten in der medizinischen Betreuung und Versorgung beleuchtet.
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TERMINE:

AKO Symposium „Was ändert sich in der Uro-Onkologie“
15.04.2026
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71. Kongress der Nordrhein-Westfälischen Gesellschaft für Urologie e.V.
16.04.-17.04.2026
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SWDGU Bootcamp
16.04.-18.04.2026
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