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Liebe Leserinnen und Leser,
Sinn und Zweck der Urodynamik werden immer wieder kontrovers diskutiert. Bei Männern, die sich wegen unkomplizierter Symptome des unteren Harntraktes (lower urinary tract symptoms, LUTS) einer Prostataoperation unterziehen wollen, scheint eine urodynamische Untersuchung zusätzlich zur sonstigen Diagnostik unnötig zu sein – das hat eine randomisierte Studie ergeben. Hier zeigte sich nach fünf Jahren kein Unterschied zwischen den Gruppen mit und ohne Urodynamik.
Bleiben wir zunächst bei der operativen Therapie gutartiger Prostataerkrankungen. Lange hatten es die Laserverfahren schwer, sich gegen den Goldstandard, die Transurethrale Resektion der Prostata (TURP) durchzusetzen. Routinedaten der AOK zeigen jetzt, dass es nach der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) seltener zu erneuten Operationen kam als nach TURP – allerdings auch nur in Kliniken, wo dieses Verfahren häufig angewandt wird.
„Weniger ist mehr“, wie bei den oben erwähnten LUTS-Patienten, gilt nicht immer – zum Beispiel bei der externen Strahlentherapie wegen lokalisiertem Prostatakrebs. Eine im „Journal of Clinical Oncology“ hochrangig publizierte Studie belegt, dass ein fokaler Strahlen-Boost auf intraprostatische Tumorherde das biochemisch krankheitsfreie Überleben verlängern kann.
Urologische Onkologie ist der Schwerpunkt der aktuellen Print- und ePaper-Ausgabe von KOMPAKT UROLOGIE. Lesen Sie Neues zu medikamentösen Therapien, zur molekularen Diagnostik und zu innovativen Operationsverfahren. Schwerpunkte im Schwerpunkt bilden der Organerhalt beim Hochrisiko-Urothelkarzinom und Beobachtungsstrategien bei Nierentumoren. Herausgeber Prof. Michael Stöckle wirft einen kritischen Blick auf Strahlentherapie nach Zystektomie bei Blasenkrebs und ordnet die Langzeitdaten der Bill-Axelson-Studie zur Prostatakrebstherapie ein.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
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