Strahlentherapie bei Prostatakrebs: Ein Boost kann helfen26. Januar 2026 Symbolbild: wophovid.com – stock.adobe.com Eine aktuelle Studie zeigt, dass bei externer Strahlentherapie wegen lokalisiertem Prostatakrebs ein fokaler Strahlen-Boost auf intraprostatische Tumorherde von Vorteil sein kann: Es ergab sich ein nachhaltiger Nutzen beim biochemisch krankheitsfreien Überleben nach zehn Jahren. In der randomisierten FLAME-Studie untersuchten Mediziner aus den Niederlanden und Belgien, ob ein fokaler Boost auf intraprostatische Tumorherde zusätzlich zur Standard-EBRT (external beam radiation therapy) das biochemisch krankheitsfreie Überleben (bDFS) bei Patienten mit Prostatakrebs intermediären und hohen Risikos verbessert. Die Patienten erhielten entweder die Standard-EBRT (77 Gy in 35 Fraktionen auf die gesamte Prostata) oder eine EBRT mit zusätzlichem fokalen Boost von bis zu 95 Gy auf die in der MRT sichtbaren Läsionen. Nach fünf Jahren hatte sich in der Gruppe mit fokalem Boost eine signifikante Verbesserung des bDFS ohne zusätzliche Toxizität gezeigt. Nun berichten Guricová et al. über die Ergebnisse nach zehn Jahren Follow-up, inkl. bDFS, DFS, lokales DFS, DFS in Bezug auf die regionalen Lymphknoten, fernmetastasenfreies Überleben (DMFS) und Gesamtüberleben (OS). Ferner erstellten die Autoren Dosis-Wirkungs-Kurven anhand der Dosisheterogenität innerhalb der Studienarme. Nach zehn Jahren betrug das bDFS 71 Prozent in der Standardgruppe vs. 86 Prozent in der Gruppe mit fokalem Boost. Eine signifikante Verbesserung zeigte sich auch bei den anderen Endpunkten, mit Ausnahme von DMFS und OS. Die Dosis-Wirkungs-Analyse ergab, dass eine höhere Strahlendosis mit einem geringeren Risiko für ein Versagen hinsichtlich Fernmetastasen assoziiert sein könnte. (lj/ms)
Mehr erfahren zu: "Spermaanalyse und IVF: Studien stellen Ejakulationskarenz infrage" Spermaanalyse und IVF: Studien stellen Ejakulationskarenz infrage Die Empfehlungen zur Karenzzeit vor Spermienanalysen und künstlicher Befruchtung mittels In-vitro-Fertilisation (IVF) müssen möglicherweise überarbeitet werden. Dies ergeben eine große Metaanalyse und eine aktuelle IVF-Studie, auf welche die European Sperm […]
Mehr erfahren zu: "Frühe Belastung wirkt sich je nach Geschlecht unterschiedlich auf das Gehirn aus" Frühe Belastung wirkt sich je nach Geschlecht unterschiedlich auf das Gehirn aus In einem Mausmodell konnten Forschende zeigen, dass frühe Belastung bei beiden Geschlechtern zu sozialer Unterordnung führte – Auswirkungen auf Verhalten, Belohnungsempfindlichkeit und Impulsivität unterschieden sich jedoch nach Geschlecht.
Mehr erfahren zu: "Ambulante Versorgung: Orientierungswert für das Jahr 2027 steigt um 2,2 Prozent" Ambulante Versorgung: Orientierungswert für das Jahr 2027 steigt um 2,2 Prozent Der Bewertungsausschuss hat eine Erhöhung des Orientierungswertes um 2,2 Prozent für das kommende Jahr beschlossen. Für den Virchowbund ist dieser Honoraranstieg in der ambulanten Versorgung zu „mager“, für den GKV-Spitzenverband […]