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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
immer wieder sind in den vergangenen Jahren Meldungen aufgekommen, die mögliche Ansatzpunkte für eine männliche Kontrazeption jenseits des Kondoms bieten (wir berichteten). Ausgereift ist noch keiner dieser Ansätze. Einen weiteren Baustein hat jetzt eine US-amerikanische Arbeitsgruppe näher untersucht: das Gen TEX14, das entscheidend für die unentbehrliche Ausbildung von Zellbrücken zwischen den Spermatiden während der Meiose ist. Diese Forschung zeigt erneut, wie hochkomplex der Vorgang der Spermatogenese ist und wie viele Faktoren hier reibungslos ineneinandergreifen müssen. Auch die Arbeitsgruppe um Devanshi Jain von der der Rutgers University–New Brunswick glaubt, dass hier ein Ansatzpunkt für eine künftige „Pille für den Mann“ gegeben ist.
In der Politik wechseln die Meldungen derzeit zwischen Milliarden-Plus und Milliarden-Minus. Während die designierten Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD noch über ein Milliardenpaket an Sondervermögen beraten, treten bereits zahlreiche Körperschaften auf den Plan, die ein Stück vom noch ungebackenen Kuchen haben wollen. Das Finanzloch bei den gesetzlichen Krankenkassen fördert hingegen vergessen geglaubte Konzepte wie das Primärarztsystem wieder zutage und führt zu Abwehrreaktionen bei Leistungserbringern – wie etwa den Hilfmittels-Herstellern, die vor Ausschreibungen warnen. Die Fachärzte dürften wenig davon halten, wenn der Zugang zu ihnen nach den Wünschen von Kassenfunktionären nur noch mittelbar möglich wäre. Aber eine Volte überrascht dann doch: Plötzlich sind kassenvermittelte Termine nicht mehr per se des Teufels – wenn auf diese Weise ein Teil der „No-Show“-Verluste ausgeglichen werden kann ...
Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen
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