Häufig Hodenschmerzen nach laparoskopischer Spendernephrektomie7. März 2025 Symbolbild: Prostock-studio – stock.adobe.com Mehr als die Hälfte der Männer, die sich in einer aktuellen Studie einer laparoskopischen Spendernephrektomie (LDN) unterzogen, berichtete in der Folge über Hodenschmerzen. Dies scheint eine bisher zu wenig beachtete Komplikation zu sein, berichten südkoreanische Urologen. Die Autoren um Hyuk Jin Cho von der Katholischen Universität in Seoul setzten sich zum Ziel, die Häufigkeit, Merkmale und Faktoren zu untersuchen, die mit ipsilateralen Hodenschmerzen nach linksseitiger LDN verbunden sind. Ihre Studie erfasste prospektiv Basisdaten und Operationsdetails für alle Patienten, die während des Studienzeitraums einer linksseitigen LDN unterzogen wurden. Jeder Patient erhielt einen Monat nach der Operation eine Ultraschalluntersuchung des Skrotums. Die Studienautoren kategorisierten die Nierenspender nach dem Grad der Gonadenvenenligatur (Grad 1: an der Nierenveneneinmündung; Grad 2: an oder unter der Beckengefäßkreuzung) und nach dem Vorhandensein oder Fehlen von Hodenschmerzen. Unter 61 Männern, die zwischen März 2017 und Dezember 2018 per linksseitiger LDN eine Niere spendeten, erlitten 54,1% (33/61) ipsilaterale Hodenschmerzen. Diese kamen zwar bei Spendern mit Grad-2-Gonadenvenenligatur (64,3%) häufiger vor als bei Grad-1-Spendern (45,5%), aber der Unterschied war nicht statistisch signifikant (p=0,141). Die meisten Hodenschmerzen traten innerhalb einer Woche auf (60,6%), waren mild (75,8%) und klangen innerhalb von 3 Monaten ab (63,7%). Die Häufigkeit einer Varikozele oder Hydrozele betrug 32,8% bzw. 34,4%. Hodenschmerz war nicht signifikant mit dem Vorhandensein von Varikozele oder Hydrozele und anderen Faktoren verbunden. „Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Erörterung dieser potenziellen Komplikation während der präoperativen Beratung“, urteilen die Urologen abschließend. (ms)
Mehr erfahren zu: "„Politischer Verrat an der Grundversorgung“" „Politischer Verrat an der Grundversorgung“ Der Referentenentwurf für ein Gesetz zur Einsparung bei den GKV-Finanzen liegt vor. Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) reagiert mit einer erneuten Aussendung an die Presse und wird noch schärfer […]
Mehr erfahren zu: "Zirkulierende Tumor-DNA mit hoher prognostischer Aussagekraft bei muskelinvasivem Blasenkrebs" Zirkulierende Tumor-DNA mit hoher prognostischer Aussagekraft bei muskelinvasivem Blasenkrebs Der perioperative Status zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) ist mit der Patientenprognose bei muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) assoziiert. Dies zeigt eine aktuelle Publikation in „European Urology Focus“.
Mehr erfahren zu: "Zystektomie behauptet ihren Stellenwert gegenüber blasenerhaltender Therapie" Zystektomie behauptet ihren Stellenwert gegenüber blasenerhaltender Therapie In einem Vergleich der radikalen Zystektomie (RC) mit blasenerhaltender Therapie (BST) bei Patienten mit rezidivierendem, hochgradigem, nicht muskelinvasivem Blasenkarzinom (NMIBC) hat die RC vergleichbar oder besser abgeschnitten. Die Patienten konnten […]