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Liebe Leserinnen und Leser,
das Konzept der Metastasenbehandlung beim oligometastasierten Prostatakarzinom bekommt in der kastrationsresistenten Situation neue Unterstützung: Die GROUQ-PCS-9-Studie, hochrangig publiziert in „The Lancet. Oncology“, ergibt ein signifikant verlängertes radiologisch progressionsfreies Überleben (rPFS) bei denjenigen Patienten, die zusätzlich zu Enzalutamid eine Bestrahlung erhielten.
Ebenfalls erfolgreich war die „Bestrahlung von innen“ durch den Alphastrahler Radium-223, auch hier in Kombination mit Enzalutamid: Die EORTC-1333/PEACE-3-Studie zeigt ein signifikant besseres rPFS, wenn die Patienten das Radiotherapeutikum als Erstlinientherapie zusätzlich zu Enzalutamid bei kastrationsresistentem metastasierten Prostatakarzinom bekamen.
Einen ganz anderen strahlentherapeutischen Ansatz testet die deutsche HYPOSTAT-Studienreihe: Mithilfe des „CyberKnife“ soll Prostatakrebs ohne Schnitt „radiochirurgisch“ behandelt werden. Gerade startet der dritte Teil, bei dem die Patienten noch weniger Bestrahlungseinheiten als bereits zuvor ausgesetzt werden sollen.
Von übergreifendem Interesse in Medizin und Biowissenschaften ist die zunehmende Bedrohung durch gefälschte Studien und Wissenschaftsbetrug als Geschäftsmodell. Eine Studie in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ der USA hat dazu im August erschreckende Zahlen präsentiert. Jetzt gibt es Gegenwehr: Lesen Sie, welche Maßnahmen Wissenschaftler mit der „Stockholm Declaration“ gegen diese Machenschaften empfehlen.
Eine aufschlussreiche Lektüre und eine gute Woche wünscht Ihnen
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