Zugabe von Radium-223 zu Enzalutamid als Erstlinientherapie beim mCRPC in Studie erfolgreich12. November 2025 Das Radium-Isotop 223 wird anstelle von Kalzium in Knochenmetastasen eingebaut und bekämpft dort die Krebszellen. Grafik: OlekStock – stock.adobe.com Die Kombination von Enzalutamid mit Radium-223-Injektionen in der Erstlinientherapie beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) verbessert das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) signifikant. So lautet das Ergebnis der EORTC-1333/PEACE-3-Studie. Obwohl die Ergebnisse zum Zeitpunkt der Zwischenanalyse statistisch signifikant gewesen seien, werde die Studie bis zur endgültigen Analyse fortgesetzt, ergänzt das Team um Prof. Bertrand Tombal von den Cliniques Universitaires Saint Luc in Brüssel (Belgien). Im Rahmen der Studie war die Kombination von Enzalutamid mit 6 monatlichen Ra-223-Injektionen bei mCRPC-Patienten mit Knochenmetastasen untersucht worden. Im Zeitraum 11/2015 bis 03/2023 wurden 446 Teilnehmer eingeschlossen, darunter 11 mit Abirateron, und randomisiert entweder mit Enzalutamid (ohne Placebo) oder mit Enzalutamid in Kombination mit 6 Zyklen Ra-223 behandelt. Seit März 2018 sei die gleichzeitige Gabe der Substanzen zum Knochenschutz (bone-protecting agents, BPA) Zoledronsäure oder Denosumab obligatorisch, ergänzen die Autoren. Die Hazard Ratio (HR) für das rPFS (primärer Endpunkt) betrug 0,69 (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,54–0,87; p=0,0009), bei einem medianen rPFS von 16,4 Monaten (95%-KI 13,8–19,2) im Enzalutamid-Arm und 19,4 (95%-KI 17,1–25,3) im Kombinations-Arm. Eine vorab geplante Zwischenanalyse wurde bei 80% der Gesamtüberlebens(OS)-Ereignisse durchgeführt. Demnach betrug die HR für das OS 0,69 (95%-KI 0,52–0,90; p=0,0031), bei einem medianen OS von 35,0 Monaten (95%-KI 28,8–38,9) im Enzalutamid-Arm und 42,3 (95%-KI 36,8–49,1) im Kombinations-Arm. Aufgrund nicht proportionaler Risiken wird dies in der finalen OS-Analyse weiter geprüft. Unter der Therapie auftretende unerwünschte Ereignisse (TEAEs) von Grad ≥3 wurden bei 55,8% bzw. 65,6% der Patienten im Enzalutamid- bzw. Kombinationsarm verzeichnet. Häufigste TEAEs von Grad ≥3 im Kombinationsarm waren Hypertonie (34%), Fatigue (6%), Frakturen (5%), Anämie (5%) und Neutropenie (5%). Frakturen (unter/nach der Behandlung, symptomatisch/pathologisch, mit/ohne Anwendung von BPA) traten bei 30 Teilnehmern im Enzalutamid-Arm (13,4%) und 53 im Kombinations-Arm (24,3%) auf. (sf/ms)
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