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Liebe Leserinnen und Leser,
das Weihnachtsfest nähert sich, und in diesem letzten Newsletter vor dem Fest haben wir Ihnen ein kleines Paket neuer Studien zusammengestellt: zweimal Onkologie, zweimal Geschlechtskrankheiten, einmal Harnwegsinfektionen (plus weitere Studienlinks). Natürlich müssen Sie mit dem Auspacken nicht bis Weihnachten warten.
Spannend fand ich eine Studie, auf die der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner aufmerksam gemacht hat: Der Einsatz der PSMA-PET/CT bereits in der Primärdiagnostik des Prostatakarzinoms veränderte immerhin bei einem Drittel der Patienten die Therapieplanung. Ob sich dieses Verfahren durchsetzt, wird aber abzuwarten sein. Gerade erst hat sich die MRT in der Früherkennung des Prostatakarzinoms ihren Rang auch in den Leitlinien erstritten.
Für das Verständnis der Entstehung von Blasenkrebs ist eine Forschungsarbeit aus Großbritannien interessant: Laut den Ergebnissen können krebstreibende Mutationen durch die Virusabwehr in Nachbarzellen entstehen.
Direkten Bezug zur Praxis haben die Ergebnisse einer Forschungsgruppe der TU München: Die Wissenschaftler haben einen Test entwickelt, der schneller als bisher Resistenzen bei Harnwegsinfektionen nachweisen kann.
Einen Durchbruch würde die Therapie der Gonorrhö mit der Einmaldosis eines neuen Antibiotikums bedeuten. Die Arbeit wurde höchstkarätig in „The Lancet“ publiziert. Eine weitere Studie weist darauf hin, dass Geschlechtskrankheiten bei Personen unter HIV-Präexpositionsprophylaxe häufiger auftreten. Die Autoren raten daher zu einem engmaschigen Screening.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, frohe Festtage und ein gesundes und glückliches neues Jahr!
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