Arzneimittelresistente Gonorrhö-Infektion: Behandlung mittels oraler Einzeldosis möglich

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Laut einer aktuellen Phase-III-Studie zeigt das orale Einzeldosis-Medikament Zoliflodacin vielversprechende Ergebnisse als neue Methode zur Behandlung von antibiotikaresistenter Gonorrhö.

Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „The Lancet“, ergab, dass eine Dosis Zoliflodacin genauso wirksam zur Behandlung einer Gonorrhö-Infektion ist wie die derzeitige Standardtherapie, die zwei Antibiotika kombiniert: eine Injektion von Ceftriaxon, gefolgt von einer oralen Dosis Azithromycin.

Hohe Heilungsrate beobachtet

An der internationalen Studie nahmen über 900 Personen aus fünf Ländern (USA, Südafrika, Thailand, Belgien und den Niederlanden) teil. Die Teilnehmenden erhielten entweder die neue Pille oder die Standardbehandlung. Die Ergebnisse zeigten, dass Zoliflodacin über 90 Prozent der Infektionen im Genitalbereich heilte. Das Medikament wurde gut vertragen, die Nebenwirkungen entsprachen denen der bisherigen Behandlungen, und es wurden keine schwerwiegenden Sicherheitsbedenken gemeldet.

Das neue Medikament hat damit laut den Forschern das Potenzial, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien zu verlangsamen und die Behandlung von Gonorrhö weltweit zugänglicher zu machen. Der Wirkstoff Zoliflodacin wartet derzeit auf die Zulassung durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA.

(ri/BIERMANN)