Ausgabe 8/2026

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Donnerstag, 19. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Harnwegsinfektionen innerhalb von Stunden genau diagnostizieren und zielgerichtet behandeln – was wie ein fernes Ziel wirkt, ist bereits Realität: Ein Forscherteam unter Beteiligung der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Gießen hat ein Gerät entwickelt, das ebendies leistet. Das neue Werkzeug soll kostengünstig für Kliniken zu erwerben sein und den Antibiotikaverbrauch reduzieren.

Nicht minder belastend für die Betroffenen ist eine Form der Zystitis ohne bakterielle Infektion, die Interstitielle Zystitis, meist auch Blasenschmerzsyndrom genannt, was den Leidensdruck veranschaulicht. Bei der histologischen Befundung spielen auch die Mastzellen eine Rolle. Wie US-Mediziner im „International Urogynecology Journal“ beklagen, sind die pathologischen Angaben hier jedoch sehr uneinheitlich.

Beim Prostatakarzinom dringt die Positronenemissions-/Computertomographie mit dem Prostataspezifischen Antigen als Zielstruktur des Radiotracers (PSMA-PET/CT) allmählich schon in die Primärdiagnostik vor. Doch das Verfahren hat möglicherweise einen „blinden Fleck“, warnen Wissenschaftler aus Australien.

Wenig beleuchtet ist auch das Schicksal von Patienten, deren PSA-Wert nach roboterassistierter radikaler Prostatektomie nicht absinkt und deren Prostatakarzinom sich in der Pathologie als hochriskant erweist. Mediziner vom Henry Ford Hospital in Detroit (USA) haben Langzeitbeobachtungsdaten veröffentlicht und finden Unterschiede bei Mortalität und Folgebehandlungen im Vergleich mit anderen Patienten.

Zum Schluss noch ein Ausflug in die operative Urologie, und wieder einmal hat der Roboter die Nase vorn: diesmal bei der Nephrektomie in Verbindung mit der Entfernung eines venösen Tumorthrombus. Chinesische Urologen berichten über vorteilhafte Ergebnisse, wenn sie die Patienten nach ihrem selbst modifizierten Mayo-Klassifikationssystem auswählten.

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Harnwegsinfektionen: schneller diagnostizieren, gezielter behandeln

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Schnell, präzise und kostengünstig: Ein neues Metagenom-basiertes Diagnostikverfahren für Harnwegsinfektionen kann verursachende Erreger und wirksame Antibiotika innerhalb von vier Stunden bestimmen – und womöglich den Einsatz von Breitband-Antibiotika reduzieren.

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Obgemsa®: Die ÜAB-Therapie, die einfach passt

Mit Obgemsa® steht ein hochselektiver β3-Agonist zur Behandlung der überaktiven Blase (ÜAB) bei Erwachsenen zur Verfügung.1,2 Aktuelle Daten der COURAGE-Studie zeigten bei Männern mit überaktiver Blase (ÜAB) und benigner Prostatahyperplasie (BPH) nach 12 Wochen im Vergleich zu Placebo unter anderem signifikante Reduktionen der Drang-Episoden (–2,88 vs. –1,93) sowie der Nykturie-Episoden (–0,88 vs. –0,66).3

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Mastzellen bei Interstitieller Zystitis/Blasenschmerzsyndrom: Hohe Inkonsistenz bei pathologischen Berichten

Laut einer aktuellen US-Studie fehlt es bei der histologischen Befundung von Blasenbiopsien bei Patienten mit Interstitieller Zystitis/Blasenschmerzsyndrom (IC/BPS) an Standardisierung.

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Bildgebung vor Prostatektomie: Hat die PSMA-PET einen blinden Fleck?

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Das nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren PSMA-PET könnte möglicherweise einige hochgradige Prostatakarzinome (PCa) übersehen: Australische Mediziner haben herausgefunden, dass bei Patienten ohne Radiotracer-Anreicherung das intraduktale PCa (IDC-PCa) mit aggressiven Charakteristika überrepräsentiert sein kann.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Dicke des subkutanen Bauchfetts ist ein nützlicher Prädiktor für Funktionsstörungen der unteren Harnwege nach roboterassistierter radikaler Prostatektomie
Int J Urol 2026;33(1):e70249.

 Auswirkungen von Celecoxib in Kombination mit niedrig dosierter Brachytherapie auf langfristige onkologische Ergebnisse und Lebensqualität bei Prostatakrebs: Post-hoc-Analyse einer offenen, kontrollierten, randomisierten Studie
Prostate, 22.01.2026

 Der Einfluss der durch die Anästhesie bedingten intraoperativen Hypotonie auf die Hämostase während der Holmium-Laser-Enukleation der Prostata
Urology 2026;207:54-59.

 
 

PSA-Persistenz und Hochrisiko-Pathologie nach Prostatektomie - Was nun?

Ein Urologen- und Wissenschaftler-Team aus den USA und Italien hat untersucht, ob sich die Mortalität von Patienten mit PSA-Persistenz und pathologisch als Hochrisiko-Erkrankung eingestuftem Prostatakrebs (PCa) nach roboterassistierter radikaler Prostatektomie (RALP) von den anderen Patienten unterscheidet.

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Roboterassistierte Nephrektomie mit Tumor-Thrombektomie erweist sich als sicher

Roboterassistierte Nephrektomie mit Tumor-Thrombektomie erweist sich als sicher

Die roboterassistierte Nephrektomie mit Entfernung venöser Tumorthromben (robot-assisted nephrectomy and venous tumor thrombectomy, RA-N-VTT) ist sicher durchführbar und führt bei ausgewählten Patienten zu akzeptablen Operations- und Überlebensraten.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Zellen des Nierentubulus können auf die mögliche Abstoßung eines Nierentrans­plantats hinweisen. Das zeigt eine Forschungsarbeit aus Hannover.
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Wie können Kliniken KI-Systeme so entwickeln und einsetzen, dass sie die Versorgung tatsächlich verbessern, anstatt medizinisches Fachpersonal zusätzlich zu belasten? Ein neuer Leitfaden gibt praxisnahe Empfehlungen.
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TERMINE:

Tagung des Fachverbandes für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin
23.02.-24.02.2026
Leipzig 

27th World Meeting on Sexual Medicine
25.02.-28.02.2026
Porto (Portugal) 

ASCO Genitourinary Cancers Symposium
26.02.-28.02.2026
San Francisco (USA)

 
 

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