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Liebe Leserinnen und Leser,
Harnwegsinfektionen innerhalb von Stunden genau diagnostizieren und zielgerichtet behandeln – was wie ein fernes Ziel wirkt, ist bereits Realität: Ein Forscherteam unter Beteiligung der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Gießen hat ein Gerät entwickelt, das ebendies leistet. Das neue Werkzeug soll kostengünstig für Kliniken zu erwerben sein und den Antibiotikaverbrauch reduzieren.
Nicht minder belastend für die Betroffenen ist eine Form der Zystitis ohne bakterielle Infektion, die Interstitielle Zystitis, meist auch Blasenschmerzsyndrom genannt, was den Leidensdruck veranschaulicht. Bei der histologischen Befundung spielen auch die Mastzellen eine Rolle. Wie US-Mediziner im „International Urogynecology Journal“ beklagen, sind die pathologischen Angaben hier jedoch sehr uneinheitlich.
Beim Prostatakarzinom dringt die Positronenemissions-/Computertomographie mit dem Prostataspezifischen Antigen als Zielstruktur des Radiotracers (PSMA-PET/CT) allmählich schon in die Primärdiagnostik vor. Doch das Verfahren hat möglicherweise einen „blinden Fleck“, warnen Wissenschaftler aus Australien.
Wenig beleuchtet ist auch das Schicksal von Patienten, deren PSA-Wert nach roboterassistierter radikaler Prostatektomie nicht absinkt und deren Prostatakarzinom sich in der Pathologie als hochriskant erweist. Mediziner vom Henry Ford Hospital in Detroit (USA) haben Langzeitbeobachtungsdaten veröffentlicht und finden Unterschiede bei Mortalität und Folgebehandlungen im Vergleich mit anderen Patienten.
Zum Schluss noch ein Ausflug in die operative Urologie, und wieder einmal hat der Roboter die Nase vorn: diesmal bei der Nephrektomie in Verbindung mit der Entfernung eines venösen Tumorthrombus. Chinesische Urologen berichten über vorteilhafte Ergebnisse, wenn sie die Patienten nach ihrem selbst modifizierten Mayo-Klassifikationssystem auswählten.
Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen
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