Ausgabe 12/2025

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Donnerstag, 20. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

die Ursachen für Hypospadie liegen vermutlich in einer Kombination genetischer und umweltbedingter Faktoren. Eine wichtige genetische Komponente haben chinesische Wissenschaftler jetzt aufgeklärt: die Transkriptionsfaktoren MAFB und CEBPA, die über den Wnt/β-Catenin-Signalweg ihre Wirkung entfalten. Herrscht hier ein Ungleichgewicht, kann es zu Fehlbildungen der Harnröhre wie der Hypospadie kommen.

Letzte Woche präsentierten wir Ihnen eine genetische Komponente, die wichtig für die korrekte Spermienbildung ist. Forscher verbinden hiermit hier die Hoffnung, dass hierüber einst ein Kontrazeptivum für den Mann gefunden werden könnte. Ein US-Forscherteam hat nun eine weitere Stellschraube entdeckt: bestimmte natürliche Antikörper, welche durch Andocken an ein Spermien-Protein die Befruchtung unterbinden.

Viel Hoffnung hegen Uro-Onkologen bezüglich genetischer Tests, um urologische Krebserkrankungen minimalinvasiv zu erkennen. Im Fall des „Uromonitor“-Tests zur Detektion von Blasenkrebs über drei Protoonkogene im Urin fällt das Ergebnis einer Real-World-Studie leider negativ aus. Der M371-Test zur Detektion von Hodenkrebs hat sich dagegen schon in vielen Studien erfolgreich gezeigt. Jedoch scheint der Test ungeeignet zu sein, um Patienten zu identifizieren, bei denen nach Chemotherapie noch lebensfähige Krebszellen im Körper verbleiben.

Schließlich noch eine ganz praktische Arbeit: Wenn Sie selbst sich einer radikalen Prostatektomie unterziehen müssten – wäre es dann nicht schön, bereits den Abend wieder in der vertrauten Umgebung der eigenen vier Wände zu verbringen? In Zeiten zunehmender Ambulantisierung und Personalknappheit hat das natürlich auch einen ökonomischen Aspekt. Dass die Entlassung am Operationstag funktioniert – ohne Abstriche bei Ergebnissen und Sicherheit – zeigt ein weiteres Mal eine US-amerikanische Studie.

Eine instruktive Lektüre und eine schöne Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Genetische Faktoren bei Hypospadie entschlüsselt

Genetische Faktoren bei Hypospadie entschlüsselt

Chinesische Wissenschaftler haben zwei Transkriptionsfaktoren als entscheidende Regulatoren des Urothelzellwachstums identifiziert. Damit spielen diese beiden Proteine eine bedeutende Rolle in der Entstehung der Hypospadie, berichten sie im Journal „Genes & Diseases“.

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XTANDI™ im nmHSPC*: Mehr Flexibilität für
Sie & Ihre Patienten

Dank der Zulassungserweiterung kann XTANDI™ jetzt noch flexibler angewendet werden: Als einzige neue Hormontherapie (NHT) ist XTANDI jetzt beim nmHSPC* als Kombinationstherapie mit ADT und auch als Monotherapie zugelassen.1 Zudem bietet es die Chance auf eine Therapie-Pause.1 Mehr dazu erfahren Sie in dieser Übersicht!

MAT-DE-XTD-2024-00317 | Erstellt: Dez 2024
Fachinformation | Referenzen & Hinweise

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US-Studie: Wie ein natürlicher Mechanismus die Fruchtbarkeit beeinträchtigt

Ein von der Yale University, USA, geleitetes Forschungsteam hat herausgefunden, wie ein natürlicher biologischer Mechanismus bei Säugetieren die Interaktion von Spermien mit einer Eizelle und somit die Befruchtung verhindern kann.

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Uromonitor-Test erfüllt hohe Erwartungen nicht

Uromonitor-Test erfüllt hohe Erwartungen nicht

Kann der urinbasierte Multitarget-DNA-Assay Uromonitor® (U-Monitor Lda, Porto, Portugal) bei der Detektion eines Urothelkarzinoms der Blase (UCB) eine Alternative zur Urin­zytologie darstellen? Eine Real-World-Studie aus Deutschland belegt, dass der Test das traditionelle Verfahren eher nicht ersetzen, aber eventuell ergänzen kann.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Der Zusammenhang zwischen Thiazolidinedionen (Glitazonen) und Blasenkrebs: Ein Rapid Review
Urologie 2025 Mar 11

Durch die N-Glykomik extrazellulärer Vesikel im Urin lassen sich diagnostische Glykosignaturen für Blasenkrebs identifizieren
Nat Commun 2025 Mar 7;16(1):2292.

Emerin-Dysregulation fördert den Phänotyp des sehr kleinen Zellkerns und die Plastizität der Zell-Linien, die mit einem klinisch aggressiven Subtyp von Prostatakrebs assoziiert sind
Clin Cancer Res 2025 Mar 10

 
 

M371-Test ungeeignet zur Detektion von Keimzell-Resttumoren nach Chemotherapie

Kann der Test auf microRNA-371a-3p (M371) Patienten identifizieren, die nach Chemotherapie wegen eines Keimzelltumors (germ cell tumor, GCT) noch lebensfähige Krebszellen in verbleibenden Tumoren haben? Das geht nur zum Teil, wie eine aktuelle Studie belegt.

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Morgens Prostata raus, abends zu Haus

Morgens Prostata raus, abends zu Haus

Nach einer Multiport-Roboter-assistierten radikalen Prostatektomie (MP-RARP) können Patienten am selben Tag entlassen werden, ohne die Operationsergebnisse zu beeinträchtigen. Dies ergibt eine im „Journal of Endo­urology“ publizierte Studie.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Ein Jahr nach dem Start eines zentralen Online-Registers haben rund 280.000 Menschen dort Erklärungen zu ihrer generellen Bereitschaft zu Organspenden festgehalten.
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Die Unimedizin Göttingen wird in Kooperation mit dem Klinikum Hann. Münden zum Nierentransplantationszentrum.
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TERMINE:

Psychosomatische Grundversorgung
17.–22. Mai 2025
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Ich werde auf mich achten – Kurs zur Überlastungsprävention für Ärztinnen und Ärzte – 3. Teil: Vertiefung und Verankerung + persönliche Lösungen
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