Ausgabe 47/2025

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Donnerstag, 20. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

beim 36. Kontinenz Kongress vom 14.-15.11.2025 in Bielefeld hat die Deutsche Kontinenz Gesellschaft ihre Forderung nach einer nationalen Inkontinenzstrategie mit einem Positionspapier direkt an die Politik gerichtet. Darin unterbreitet sie neun Handlungsempfehlungen, welche die Versorgung der Patienten erhalten und verbessern sollen.

Der Leidensdruck der Patienten, die teilweise gar nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen können, ist erheblich, wie die Kontinenz Gesellschaft immer wieder betont. Als Beispiel sei hier eine Studie aus dem „International Urogynecology Journal“ angeführt: Demnach korreliert ein höherer Inkontinenzgrad bei älteren Frauen mit einem höheren Maß an Hoffnungslosigkeit und Depression.

Inkontinenz und funktionelle Blasenbeschwerden müssen aber nicht immer organische Ursachen haben. Sie können auch eine Folge seelischer Traumatisierung, insbesondere durch sexualisierte Gewalt sein. Hier ist bei den behandelnden Personen besonderes Einfühlungsvermögen gefragt.

Inkontinenz kann in jedem Alter ein Problem darstellen, doch in höherem Alter tritt sie deutlich häufiger auf. Die Behandlung sehr alter Menschen hat der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Hendrik Streeck (CDU), jetzt zur Debatte gestellt. Damit hat der Virologe viel Widerspruch hervorgerufen. Ungeschickt war es von ihm, die Diskussion mit teuren Medikamenten anzufangen, anstatt vorrangig die Frage zu stellen, ob es im Sinne des „Primum nil nocere“ ethisch vertretbar ist, sehr alte Patienten belastenden Therapien zu unterziehen. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie verwahrt sich gegen Altersdiskriminierung und verweist auf ein Werkzeug, das hilft, die richtige Entscheidung zu treffen: das geriatrische Assessment.

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Kontinenz Gesellschaft fordert nationale Inkontinenzstrategie

Kontinenz Gesellschaft fordert nationale Inkontinenzstrategie

Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft hat auf ihrem 36. Kongress ein Positionspapier vorgestellt, mit dem sie sich erstmals direkt an die Politik wendet. Darin warnt die Gesellschaft vor einer Gefährdung der Inkontinenzversorgung in Deutschland.

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Mit Obgemsa® steht ein hochselektiver β3-Agonist zur Behandlung der überaktiven Blase (ÜAB) bei Erwachsenen zur Verfügung.1,2 Aktuelle Daten der COURAGE-Studie zeigten bei Männern mit überaktiver Blase (ÜAB) und benigner Prostatahyperplasie (BPH) nach 12 Wochen im Vergleich zu Placebo unter anderem signifikante Reduktionen der Drang-Episoden (–2,88 vs. –1,93) sowie der Nykturie-Episoden (–0,88 vs. –0,66).3

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Harninkontinenz bei älteren Frauen: Höheres Maß an Depressionen beobachtet

Die Ergebnisse einer Studie der Ankara University (Türkei) deuten darauf hin, dass bei Frauen mit zunehmendem Alter die Harninkontinenz schwerwiegender ist. Ein höherer Inkontinenzgrad korrelierte auch mit einem höheren Maß an Hoffnungslosigkeit und Depression.

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Sexualisierte Traumatisierung als Ursache funktioneller Blasenbeschwerden

Sexualisierte Traumatisierung als Ursache funktioneller Blasenbeschwerden

Traumatische Erfahrungen können das Zusammenspiel von Nervensystem, Beckenboden und Blasenmuskulatur nachhaltig stören. Dies wurde beim 36. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Bielefeld deutlich.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ultratiefe DNA-Duplex-Sequenzierung zeigt den Einfluss von Geschlecht und Raucherstatus auf die Selektion somatischer Mutationen in der Harnblase
Nature 2025;647(8089):436-444.

Eine Metaanalyse des Retzius-schonenden Vorgehens und der Hood-Technik bei der roboterassistierten radikalen Prostatektomie
BJU Int 2025;136 Suppl 2:S18-S27.

Fünf-Jahres-Ergebnisse bei Männern nach negativem MRT-Befund oder negativer Biopsie im Rahmen des RAPID-MRT-gestützten Prostatakrebs-Diagnostikpfads
Eur Urol, 07.11.2025

 
 

Streeck will Umdenken bei Versorgung Älterer - Widerspruch auf breiter Front

Mit einer Aussage zu teuren Medikamenten für sehr alte Menschen hat der CDU-Gesundheitspolitiker Hendrik Streeck für Wirbel gesorgt. Bundesregierung und Opposition distanzieren sich. Nun legt der Virologe vom Universitätsklinikum Bonn nach – und erntet überwiegend Ablehnung.

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Laparoskopische Nephrektomie bei der Lebendspende: Erhöhtes Risiko für nachfolgende Hodenoperation

Laparoskopische Nephrektomie bei der Lebendspende: Erhöhtes Risiko für nachfolgende Hodenoperation

Bei männlichen Lebendnierenspendern ist die laparoskopische Nephrektomie mit einem höheren Risiko für eine nachfolgende Hodenoperation verbunden. Darüber berichten Forscher der Western University (Kanada).

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PERSONALIEN:

Prof. André Reitz vom Kontinenz Zentrum Hirslanden in Zürich (Schweiz) hat auf dem 36. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft erneut den Preis „Bester Beitrag Grundlagenforschung Urologie“ gewonnen.
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Dr. Jannik Lockl vom Start-up Incontalert ist beim 36. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft mit dem Innovationspreis ausgezeichnet worden.
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TERMINE:

DVMD-Fokus: Daten für Taten – Schwerpunkt Seltene Erkrankung
26. November 2025
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Urologie Compact Einsteigerkurs
3.-5. Dezember 2025
Kirchheimbolanden

AUO/AKO Intensivkurs Uro-Onkologie 3. Teil 2025
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