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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
der 76. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Leipzig hat begonnen. Mit seinem Motto hat Präsident Prof. Jürgen Gschwend den Fokus auf Wissenschaft und Innovation gelegt, welche im günstigsten Fall zur Heilung der Patienten, mindestens aber zu einer Linderung ihrer Leiden führen. Dazu passt, dass führende DGU-Vertreter gleich in der Eröffnungs-Pressekonferenz am Mittwochmorgen einige Forschungs-Highlights vorstellten.
Gschwend nahm aber auch politisch Stellung, in der Pressekonferenz wie auch in unserem Interview: Schon jetzt sei zu erleben, dass urologische Stationen aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssten. Bei der Krankenhausreform müsse man aufpassen, dass Patienten und Mitarbeitern in solchen Situationen gute alternative Angebote zur Verfügung stünden. „Alle sind sich einig, dass wir eine Veränderung brauchen“, so der DGU-Präsident.
Berufspolitisch ist ein „heißer“ Kongress zu erwarten. „Die Politik müsste alles dafür tun, dass mehr Ärzte im System sind“, sagte Dr. Axel Belusa, Präsident des Berufsverbands der deutschen Urologie, bei der Pressekonferenz. Tatsächlich geschehe aber das genaue Gegenteil. Die Ökonomisierung der Medizin wird zentrales Thema des Berufspolitischen Forums auf dem DGU-Kongress sein.
In diesem Newsletter präsentieren wir Ihnen auch zwei Autorenbeiträge vom Kongress: Dr. Gregor Duwe berichtet über Status Quo und Perspektiven der Künstlichen Intelligenz in der Urologie. Therapieoptionen bei Strahlenzystitis sind das Thema von Dr. Simon Gloger und Prof. Burkhard Ubrig.
Beachten Sie auch unter „Weitere Nachrichten“ drei wichtige Meldungen vom Gemeinsamen Bundesausschuss, welche die Urologie direkt betreffen.
Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen
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