Ausgabe 05/2025

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Donnerstag, 30. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

in dieser Ausgabe unseres Newsletters stehen Entscheidungen politischer und wissenschaftlicher Gremien im Mittelpunkt, die sich auf die Urologie in Praxis und Klinik direkt oder indirekt auswirken.

Das Vorhaben, mehr ambulante Operationen zu wagen, kommt nicht so richtig voran. Dabei wäre es gar nicht so schwer – das rechnet zumindest das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) vor. Das Institut kommt zu dem Schluss, dass maximal ein Fall pro Tag und Arzt hinzukäme, wenn alle ambulantisierbaren Fälle – in der Urologie wären es 106 – auch tatsächlich ambulant erbracht würden. Doch was sich so einfach ausrechnen lässt, wäre für manchen niedergelassenen Kollegen, der ohnehin schon einen vollgepackten Arbeitstag hat, sicher nicht so „ohne Weiteres“, wie das Zi schreibt, umzusetzen …

Negative Entscheidungen des „IGeL-Monitors“, etwa zur Beurteilung des PSA-Tests zur Prostatakrebs-Früherkennung, sind wir inzwischen gewohnt. Jetzt hat es gleich drei Früherkennungsmöglichkeiten im urologischen Bereich getroffen, nämlich bei Blasen- und Nierenkrebs, immerhin nur „tendenziell negativ“ wegen möglicher „indirekter Schäden“.

Wenig erfreut ist die Pharmaindustrie über die Entscheidung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Danach soll der PDE5-Hemmer Sildenafil weiterhin verschreibungspflichtig bleiben. Urologen haben sich bereits mehrfach gegen die Entlassung aus der Verordnungspflicht ausgesprochen. Interessant, dass beide Seiten die Sicherheit der Patienten als Gründe für ihre Sicht anführen.

Die „Entscheidungslösung“ bei der Organspende hat bisher nicht zu einer besseren Situation der Patienten geführt, die dringend ein Organ bräuchten – eben weil viele Menschen sich erst gar nicht entscheiden wollen. Das soll die „Widerspruchslösung“ quasi erzwingen, denn damit gilt jeder als Organspender, es sei denn, man widerspricht. Die Bundesärztekammer spricht sich dafür aus. Doch bis es dazu kommt, muss noch der Bundestag entscheiden …

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Vollständige Ambulantisierung würde für Niedergelassene weniger als einen zusätzlichen Fall pro Tag bedeuten

Vollständige Ambulantisierung würde für Niedergelassene weniger als einen zusätzlichen Fall pro Tag bedeuten

Niedergelassene könnten pro Jahr bis zu drei Millionen stationär versorgte Behandlungsfälle problemlos ambulant übernehmen, konstatiert das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) in seiner aktuellen „Grafik des Monats“. Selbst bei stark frequentierten Fachgruppen wäre das weniger als ein Behandlungsfall zusätzlich pro Tag, rechnet das Institut vor.

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IGeL-Monitor bewertet drei Verfahren zur Früherkennung von Blasen- oder Nierenkrebs mit „tendenziell negativ“

Der Medizinische Dienst Bund hat in seinem „IGeL-Monitor“ drei Verfahren mit „tendenziell negativ“ bewertet, die Blasen- oder Nierenkrebs frühzeitig erkennen sollen.

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Sildenafil bleibt verschreibungspflichtig - Pharmaverband enttäuscht

Sildenafil bleibt verschreibungspflichtig – Pharmaverband enttäuscht

Der PDE5-Hemmer Sildenafil gegen Erektile Dysfunktion, bekannt als Originalpräparat Viagra, bleibt verschreibungspflichtig. Das hat der Sachverständigenausschuss (SVA) für Verschreibungspflicht am 21.01.2025 beschlossen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Inzidenz und Ergebnisse von sekundärem Blasenkrebs nach Strahlentherapie bei Prostatakrebs: Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse.
Eur Urol Focus 2025 Jan 22:S2405-4569(24)00262-1

Intravesikale Verabreichung von Durvalumab bei nichtmuskelinvasivem Blasenkrebs mit hohem Risiko: Eine Phase-II-Studie der Hellenic GU Cancer Group.
Eur Urol 2025 Jan 17:S0302-2838(24)02785-4.

Heterogenität des Behandlungseffekts mit PARP-Inhibitoren bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakrebs: Eine interaktive systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
Eur Urol 2025 Jan 22:S0302-2838(24)02760-X.

 
 

Bundesärztekammer für neue Organspenderegeln

Viele Schwerkranke müssen lange auf Spenderorgane wie eine Niere oder Leber warten. Im Parlament gibt es eine Initiative für eine große Reform. Einschätzungen dazu gehen auseinander.

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Männer weißer und schwarzer Hautfarbe profitieren gleichermaßen vom Prostatakrebs-Screening

Männer weißer und schwarzer Hautfarbe profitieren gleichermaßen vom Prostatakrebs-Screening

Eine aktuelle US-amerikanische Kohortenstudie hat gezeigt, dass PSA-Tests bei nichthispanischen Männern schwarzer Hautfarbe (NHB) ebenso wie bei nichthispanischen Männern weißer Hautfarbe (NHW) mit einem verringerten Risiko einer prostatakrebsspezifischen Mortalität (PCSM) verbunden waren.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Mithilfe der Zuordnungs-Software, welche die Behandlungsfälle den bald geltenden Leistungsgruppen zuordnen kann, wird jetzt die Klinikreform scharf geschaltet.
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Das Nierentransplantationszentrum der Universitätsmedizin Halle feiert am 07.02.2025 mit einer Festveranstaltung sein 50-jähriges Jubiläum.
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TERMINE:

Achtsamkeitskurs für Ärzte – Grundkurs
14.–15. März 2025
Freiburg im Breisgau

AKO/AUO Intensivkurs Uro-Onkologie – 2. Teil (on demand)
19. März - 9. April 2025
online

AKO/AUO Intensivkurs Uro-Onkologie – 3. Teil
28.-29. März 2025
online

 
 

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