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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,
eine aktuelle Studie bietet neue Hoffnung für die Behandlung chronischer Nierenerkrankungen (CKD) bei Hunden. Die Studie unterstreicht den potenziellen Nutzen von Paricalcitol bei der Behandlung von renalem sekundären Hyperparathyreoidismus (RHPT) und Proteinurie, zwei Komplikationen einer CKD. Gerade beim Hund gestaltet sich die CKD prognostisch häufig nicht allzu gut und darum ist jedem neuen Ansatz Aufmerksamkeit zu schenken. Die Wissenschaftler beobachteten jedoch gewisse Nebenwirkungen der Therapie, die es weiter zu beobachten gilt. Dr. Hilla Chen, Erstautorin der Studie, sagt dazu: „Unsere Ergebnisse eröffnen neue Therapieansätze in der CKD-Behandlung von Hunden. Paricalcitol ist zwar vielversprechend bei der Senkung des Parathormonspiegels und der Stabilisierung der Proteinurie, erfordert aber eine sorgfältige Überwachung, um Nebenwirkungen wie Hyperkalzämie zu vermeiden.“ Tierärzte der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig freuen sich derweil über einen neuen, modernen Computertomographen – weltweit das einzige System, das spezifisch für die Anwendung beim Pferd adaptiert wurde. Eine weniger gute Nachricht: In Großbritannien wurde erstmals das Vogelgrippevirus H5N1 bei einem Schaf nachgewiesen. Mehr dazu in unserem heutigen Newsletter.
Tierärzte und das tierärztliche Personal sollten nicht müde werden, Tierbesitzer über die Gefahren, die von Zecken und anderen Blutsaugern ausgehen, aufzuklären. Aus diesem Grund informiert der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. noch einmal ausführlich über die wichtigsten durch Zecken übertragenen Infektionserreger. Dazu passt: Ein Team der TiHo Hannover berichtet in einer Studie unter anderem über die Prädilektionsstellen einzelner Zeckenarten bei Hund und Katze. Außerdem konnten die Tierärztinnen zeigen, dass sowohl individuelle als auch rassespezifische Merkmale zu einer höheren Zeckenbefallsintensität oder einer längeren Saugdauer führen können. Die Kenntnis der bevorzugten Anheftungsstellen einzelner Zeckenarten und spezifischer Risikofaktoren kann dazu beitragen, das Bewusstsein der Besitzer für die Bedeutung der Zeckenbekämpfung mit zugelassenen Akariziden, wie sie z. B. vom European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) empfohlen wird, zu schärfen, und kann bei der frühzeitigen Entfernung von Zecken helfen, um das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern auf Hunde und Katzen zu verringern.
Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre und eine gute Zeit!
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