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Liebe Leserinnen und Leser,
fast jeder hatte schon einmal mit einer Bindehautentzündung zu kämpfen und weiß, wie unangenehm, schmerzhaft und lästig sie sein kann. Schnell wirksame Medikamente sind daher besonders wichtig. Doch die Wirkstoff-Forschung ist meist langwierig und muss zudem oft auf Tiermodelle zurückgreifen.
Forschende der Universitäts-Augenklinik Würzburg arbeiten deshalb an der Entwicklung eines 3D-Modells der menschlichen Bindehaut. Die auf Sphäroiden basierende Plattform soll die Erforschung neuer Wirkstoffe beschleunigen und die Vorhersage von Behandlungsergebnissen verbessern. Gleichzeitig könnte das Modell dazu beitragen, die Zahl der nowendigen Tierversuche deutlich zu reduzieren.
Dass die Augengesundheit auch von der Ernährung abhängen kann, ist sicherlich vielen bekannt. So bekommt man bereits in der Kindheit beigebracht, dass man seine Möhren aufessen soll, damit man gut sehen kann. Seit einigen Jahren weiß man auch – unter anderem aus den AREDS-Studien – dass Nahrungsergänzungsmittel bei bestimmten Formen der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) positive Effekte haben können. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass sich eine mediterrane Ernährung günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken kann.
Eine aktuelle Literaturübersicht hat nun die bisherige Evidenz zum Zusammenhang zwischen Ernährung, oraler Mikronährstoffsupplementierung und AMD ausgewertet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine mediterrane Ernährung mit einer Verlangsamung des Krankheitsfortschritts in allen AMD-Stadien verbunden sein kann. Zudem scheinen die Mittelmeerdiät und die Einnahme der AREDS-Formulierung komplementär zu wirken, weshalb die Autoren empfehlen, diese für einen maximalen Nutzen gemeinsam einzusetzen.
Doch nicht nur die Wirkstoff-Forschung und eine gesunde Ernährung stehen im Fokus aktueller Untersuchungen: So entwickeln Freiburger Forschende zum Beispiel ein videobasiertes, durch Künstliche Intelligenz gestütztes System zur Verlaufskontrolle bei Fazialisparese. Eine weitere aktuelle Studie zeigt, wie sich anhand eines Nachweises von Entzündungen des Sehnervs die Multiple Sklerose möglicherweise früher diagnostizieren lässt.
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