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Trockene Augen sind eine weit verbreitete Erkrankung und weit mehr als nur eine Unannehmlichkeit. Sie treten insbesondere mit zunehmendem Alter sowie häufiger bei Frauen auf. Die Ursachen sind vielfältig, und obwohl die Symptome an sich meist harmlos sind, kann das Syndrom des Trockenen Auges von Betroffenen als erheblich belastend empfunden werden. Auf dem Markt sind zahlreiche Augentropfen erhältlich, die Linderung verschaffen sollen – mit unterschiedlich gutem Erfolg. Unter anderem kommen steroidhaltige Präparate zum Einsatz. Da diese jedoch das Risiko für Glaukom und Katarakt erhöhen können, eignen sie sich nicht für eine langfristige Anwendung.
Nun haben US-amerikanische Forschende gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Japan eine Augentropfenformulierung entwickelt, die im Mausmodell typische Symptome des Trockenen Auges wie Entzündungen, Schädigungen der Augenoberfläche und den Verlust von Becherzellen deutlich reduzierte. Die Augentropfen enthalten ein Rexinoid namens NEt-3IB, das die Schutzfunktion residenter Makrophagen stärken kann. Die Anwendung versetzte diese Immunzellen in eine schützende Rolle, indem sie die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe hemmte und gleichzeitig die Bildung heilungsfördernder Faktoren anregte. Dadurch wurden die Beseitigung von Zellablagerungen und das immunologische Gleichgewicht unterstützt. Zudem blieben die Integrität der Hornhautbarriere sowie die Anzahl und Größe der Becherzellen erhalten. Die Forschenden hoffen nun, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Therapie in klinischen Studien am Menschen nachweisen zu können, um sie anschließend möglichst rasch in die klinische Anwendung zu überführen.
Das juvenile Offenwinkelglaukom ist bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar. Genau darin liegt jedoch die Herausforderung: Die Erkrankung verläuft häufig ohne erkennbare Frühsymptome und wird daher oft erst spät diagnostiziert. Eine australische Studie hat nun die FOXC1-Duplikation als wichtigen genetischen Risikofaktor für das juvenile Offenwinkelglaukom identifiziert. Die Forschenden sehen darin einen vielversprechenden Ansatz für künftige routinemäßige Gentests, insbesondere bei Familien mit entsprechender Vorbelastung.
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