Ausgabe 23/2026

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Dienstag, 02. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Trockene Augen sind eine weit verbreitete Erkrankung und weit mehr als nur eine Unannehmlichkeit. Sie treten insbesondere mit zunehmendem Alter sowie häufiger bei Frauen auf. Die Ursachen sind vielfältig, und obwohl die Symptome an sich meist harmlos sind, kann das Syndrom des Trockenen Auges von Betroffenen als erheblich belastend empfunden werden. Auf dem Markt sind zahlreiche Augentropfen erhältlich, die Linderung verschaffen sollen – mit unterschiedlich gutem Erfolg. Unter anderem kommen steroidhaltige Präparate zum Einsatz. Da diese jedoch das Risiko für Glaukom und Katarakt erhöhen können, eignen sie sich nicht für eine langfristige Anwendung.

Nun haben US-amerikanische Forschende gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Japan eine Augentropfenformulierung entwickelt, die im Mausmodell typische Symptome des Trockenen Auges wie Entzündungen, Schädigungen der Augenoberfläche und den Verlust von Becherzellen deutlich reduzierte. Die Augentropfen enthalten ein Rexinoid namens NEt-3IB, das die Schutzfunktion residenter Makrophagen stärken kann. Die Anwendung versetzte diese Immunzellen in eine schützende Rolle, indem sie die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe hemmte und gleichzeitig die Bildung heilungsfördernder Faktoren anregte. Dadurch wurden die Beseitigung von Zellablagerungen und das immunologische Gleichgewicht unterstützt. Zudem blieben die Integrität der Hornhautbarriere sowie die Anzahl und Größe der Becherzellen erhalten. Die Forschenden hoffen nun, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Therapie in klinischen Studien am Menschen nachweisen zu können, um sie anschließend möglichst rasch in die klinische Anwendung zu überführen.

Das juvenile Offenwinkelglaukom ist bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar. Genau darin liegt jedoch die Herausforderung: Die Erkrankung verläuft häufig ohne erkennbare Frühsymptome und wird daher oft erst spät diagnostiziert. Eine australische Studie hat nun die FOXC1-Duplikation als wichtigen genetischen Risikofaktor für das juvenile Offenwinkelglaukom identifiziert. Die Forschenden sehen darin einen vielversprechenden Ansatz für künftige routinemäßige Gentests, insbesondere bei Familien mit entsprechender Vorbelastung.

Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.

   Ihr
   Dieter Kaulard
   und
   Ihre
   Sandy Schulz

 

 
 
Trockenes Auge: Vielversprechende neue Behandlungsoption

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Forscher des Baylor College of Medicine, Houston, USA, und der Okayama-Universität in Japan haben eine vielversprechende neue Augentropfenformulierung zur Behandlung des Trockenen Auges entwickelt. Diese wurde an Mäusen getestet.

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Juveniles Glaukom: Neue genetische Ursache entdeckt

Eine groß angelegte internationale Studie unter der Leitung der Flinders University, Adelaide, Australien, hat einen genetischen Faktor identifiziert, der zum juvenilen Glaukom beiträgt.

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Online-Sehtests können Sehprobleme früh sichtbar machen

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Digitale Gesundheitsangebote wie etwa Online-Sehtests gewinnen auch in der Augenheilkunde zunehmend an Bedeutung. Die Stiftung Auge erklärt, warum sie dennoch den Augenarztbesuch nicht ersetzen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ergebnisse und prognosebeeinflussende Faktoren bei der Treat-and-Extend-Behandlung der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration – eine Real-World-Studie.
BMC Ophthalmol 20.05.2026

Zusammenhang zwischen Hornhautödem und Hornhautastigmatismus nach Descemet-Membran-Endothelkeratoplastik.
BMC Ophthalmol 20.05.2026

Risiko einer Glaukomprogression bei Patienten unter Einnahme von Calciumkanalblockern: Eine propensitätsgematchte Kohortenstudie.
Invest Ophthalmol Vis Sci 01.05.2026

Lesen Sie hier das aktuelle Editorial unseres Fachexperten (surgical) Dr. Detlef Holland.

 
 

Hagel- und Gerstenkörner: Wann harmlos, wann gefährlich?

Gersten- und Hagelkörner gehören zu den häufigsten Augenleiden und betreffen viele Menschen mindestens einmal im Leben. Eine Expertin der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erläutert, wie Betroffene die Lidentzündungen richtig behandeln und wann ärztlicher Rat erforderlich ist.

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Neue Studie: Wie das Gedächtnis unsere Blicke steuert

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Was fesselt unseren Blick wirklich? Eine neue Studie zeigt: Unsere Augen verweilen nicht dort, wo Bilder besonders kompliziert sind – sondern dort, wo das Gehirn entscheidet, Erinnerungen zu schaffen.

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KURZMELDUNGEN:

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation verzeichnet laut ihrem Jahresbericht für 2025 einen deutlichen Anstieg in der Gewebespende. Dabei ist mit 91 Prozent die Augenhornhaut das am häufigsten gespendete Gewebe.
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Die geplante Einführung von Teilkrankschreibungen soll Beschäftigten ermöglichen, trotz längerer Erkrankungen teilweise weiterzuarbeiten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung kritisiert das Vorhaben jedoch als schwer umsetzbar und warnt vor zusätzlichem bürokratischem Aufwand für Arztpraxen.
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Beim Forum des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung Mitte Mai in Berlin haben Experten aus Praxis, Wissenschaft, Selbstverwaltung und Politik diskutiert, wie digitale Anwendungen schneller und wirksamer in die ambulante Versorgung integriert werden können. Ziel ist es, Arztpraxen nachhaltig zu entlasten und mehr Zeit für die Patientenversorgung zu schaffen.
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TERMINE:

OcuNet Camps: Neuroophthalmologie
9. Juni 2026
Online

Dardenne OCT-Kurs Webinar
12. Juni 2026
Online

Sommertagung der Berlin-Brandenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft
13. Juni 2026
Frankfurt/Oder

38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie
18.–20. Juni 2026
Nürnberg

Tagung der Gesellschaft für Strabologie, Neuroophthalmologie und Kinderophthalmologie 2026
26.–27. Juni 2026
Bonn

 
 

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