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Liebe Leserinnen und Leser,
Kontaktlinsen bieten viele Vorteile. Sie ermöglichen eine uneingeschränkte Rundumsicht ohne störende Brillengläser oder Fassungen, sorgen für maximale Bewegungsfreiheit beim Sport, beschlagen weder beim Saunagang noch bei Temperaturwechseln und verschmieren nicht. Allerdings sind auch Kontaktlinsen nicht vor Kratzern gefeit. Ist ihre Oberfläche einmal beschädigt, bleibt bislang meist nur die Entsorgung – doch das könnte sich bald ändern. Forschende aus Südkorea haben ein spezielles Polymer-Hydrogel entwickelt, das Kratzer auf Kontaktlinsen durch Bestrahlung mit UV-Licht reparieren kann. Nach Angaben der Wissenschaftler lässt sich dieser Reparaturprozess mehrfach wiederholen und ist sogar mit handelsüblichen UV-Lampen für den Heimgebrauch durchführbar. Das könnte die Vorteile von Kontaktlinsen künftig um einen weiteren Pluspunkt erweitern.
Von selbstreparierenden Kontaktlinsen zu einem neuen Ansatz, der die Erkennung von Netzhauterkrankungen verbessern könnte. Boehm’s brushes sind zweilappige, fliegenförmige visuelle Muster, die nach Einstrahlung von polarisiertem Licht durch Streuung an Strukturen der Netzhaut im peripheren Gesichtsfeld wahrgenommen werden können. Aus der Literatur ist bekannt, dass Menschen mit Netzhauterkrankungen diese Muster schlechter wahrnehmen. Deshalb haben US-amerikanische Forschende untersucht, wie sich die Sichtbarkeit dieses visuellen Phänomens verbessern lässt, um es künftig als Biomarker für die Netzhautgesundheit nutzen zu können. Hierfür setzten sie eine aus der Quantenoptik stammende Technik, sogenanntes strukturiertes Licht, ein. Dieses verbesserte in den durchgeführten Experimenten die Wahrnehmung der Boehm’s brushes bei den Probanden. Als Nächstes wollen die Wissenschaftler Menschen mit Netzhauterkrankungen untersuchen, um festzustellen, ob geschädigte Netzhautbereiche die Wahrnehmung der Muster verändern. Langfristig könnte daraus ein Sehtest entstehen, mit dem sich Netzhauterkrankungen erkennen lassen.
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