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Künstliche Intelligenz (KI) wird bereits eingesetzt, um sehr große Datenmengen, wie sie beispielsweise in der ophthalmologischen Bildgebung entstehen, zu bewältigen und die Diagnosestellung zu unterstützen. Dabei hat sie sich als hilfreiches Werkzeug erwiesen. Doch die Entwicklung schreitet weiter voran: US-amerikanische Forschende haben nun ein neues KI-gestütztes System zur Analyse ophthalmologischer Bilddaten entwickelt, das dreidimensionale und andere Augen-Scans schneller auswertet und Netzhauterkrankungen präziser erkennen kann als bisherige Modelle.
OCTCube-M, wie die neue Technologie heißt, beschleunigt die Analyse von Scans und soll sogar subtile Anzeichen von Augenerkrankungen frühzeitig erkennen können. Laut Studie identifiziert das System acht verschiedene Netzhauterkrankungen, darunter die altersbedingte Makuladegeneration, schneller und präziser. Darüber hinaus konnte das Modell anhand von Netzhautaufnahmen auch Gesundheitsrisiken außerhalb des Auges erkennen und das Auftreten schwerwiegender Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen vorhersagen. Damit könnte das KI-Modell neue Möglichkeiten nicht nur für die frühzeitige Erkennung von Netzhauterkrankungen, sondern auch für die Einschätzung allgemeiner Gesundheitsrisiken eröffnen.
Niedrig dosiertes Atropin zur Verlangsamung der Myopieprogression ist hierzulande bereits gut bekannt und zugelassen. Nun liegen neue Daten aus dem Vereinigten Königreich vor. Die aktuelle Studie bestätigt – wie bereits mehrere Untersuchungen zuvor –, dass die Behandlung mit niedrig konzentrierten Atropin-Augentropfen das Fortschreiten der Myopie zwar geringfügig, aber wirksam verlangsamt und auch das Augenwachstum reduziert. Zudem konnten die Forschenden keine Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse oder der Verträglichkeit feststellen. Die Studienautoren sehen in der Atropin-Therapie eine lohnende Ergänzung zu den derzeit verfügbaren optischen Interventionen zur Behandlung von Kurzsichtigkeit bei Kindern.
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