|
Liebe Leserinnen und Leser,
eine Pilzkeratitis kann mitunter schwer verlaufen und in Einzelfällen sogar eine Hornhauttransplantation erforderlich machen. Vielen Kontaktlinsenträgern ist nicht bewusst, dass gerade sie – neben Menschen mit Hornhautverletzungen – zur Risikogruppe gehören. Die Behandlung ist nicht so trivial, da die derzeit verfügbaren Antimykotika die Hornhaut häufig nur unzureichend durchdringen und der Therapieerfolg deshalb ausbleiben kann. Entsprechend langwierig kann die Behandlung sein und die Betroffenen erheblich belasten.
Vor diesem Hintergrund startet ein neues DFG-gefördertes Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Würzburg, das Expertise aus der Ophthalmologie, der Entwicklung neuer Wirkstoffträgersysteme und der Infektionsbiologie bündelt. Die Forschenden untersuchen am Beispiel von Fusarium-Pilzen, einem der häufigsten Erreger der Pilzkeratitis und einer weit verbreiteten Schimmelpilzgattung, wie die Erreger in die Hornhaut eindringen und welche biologischen Prozesse zur Gewebsschädigung führen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer Antimykotika beziehungsweise Wirkstoffträgersysteme, die die Hornhaut besser durchdringen und ihre Wirkung direkt am Infektionsort entfalten.
Interessante Nachrichten gibt es auch aus der Grundlagenforschung zum Thema Stammzellen: So haben Forschende aus Israel am Mausmodell zeigen können, dass die Hornhaut selbst nach Entfernung der darin enthaltenen Stammzellen ihre Regenerationsfähigkeit behält. Möglich wird dies, weil sich reife, gealterte Hornhautzellen wieder in Stammzellen zurückverwandeln können. Dabei scheinen Makrophagen eine entscheidende Rolle zu spielen.
Einen Schritt weiter sind Forschende aus den USA. Neue klinische Daten bei Patienten mit der Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa belegen, dass subretinal transplantierte humane neurale Vorläuferzellen bis zu einem Jahr überleben und die Behandlung gut vertragen wird.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.
Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen
|