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Liebe Leserinnen und Leser,
was hilft beim chronischen Rückenschmerz? Konservative Therapien sind in der Regel das Mittel der Wahl, bevor es zu einem Eingriff kommt. Wie wirksam diese sind, hat eine Metaanalyse untersucht, die gerade erst im Fachjournal „BMJ Medicine“ veröffentlicht wurde. Ein internationales Forschungsteam hat eine Vielzahl von Studien mit Daten von insgesamt mehr als 71.000 Patientinnen und Patienten ausgewertet. Es kommt zu dem Schluss, dass sowohl aktive als auch passive konservative Behandlungen zwar kurzfristig zu Verbesserungenkeine nachhaltigen Ergebnisse erzielen. Studienleiter Prof. Daniel Belavy von der Hochschule Bochum spricht sich aufgrund dessen etwa für Gesundheitscoachings aus, damit sich Patienten mit anhaltenden Rückenschmerzen selbst besser helfen können.
Interessant auch ein Ergebnis zur Wirksamkeit von Osteopathie, die viele Rückenschmerzpatienten als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zahlen. Ein erneuter Evidenzbericht des IGeL-Monitors kommt – bei recht dünner Datenlage – zur Erkenntnis, dass der Nutzen von Osteopathie „unklar“ ist. Nach Ansicht von Belavy ist sogar mit ausreichender Evidenz belegt, dass die Osteopathie „nicht in klinisch bedeutsamer Weise wirksamer als ein Placebo ist“.
Informieren Sie sich zudem über den Stand des Disease-Management-Programms „Chronischer Rückenschmerz“, einer Analyse zum Bewegungsverhalten beim hybriden Arbeiten sowie geplanten klinischen Studien zu Medizinal-Cannabis der Deutschen Schmerzgesellschaft, unter anderem auch bei chronischen Wirbelsäulen-, Rücken- und Arthroseschmerzen.
Lesen Sie zudem, was der BVOU von der geplanten Reform der AU-Regelung
Ein informative Lektüre und schöne Woche wünscht Ihnen
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