Nicht alkoholische Fettleber bei Kindern nimmt zu19. April 2021 © New Africa – stock.adobe.com (Symbolbild) Populationsepidemiologische Daten zeigen, dass die nicht alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) bei Kindern häufig vorkommt. Im Jahr 2007 empfahl die American Academy of Pediatrics daher bereits, dass Kinder mit Adipositas auf NAFLD untersucht werden sollten. Dennoch ist bislang wenig über die Inzidenz der klinischen Diagnose bekannt. Kalifornische Wissenschaftler haben deshalb die Screening-Praktiken, die jährliche Inzidenz und die klinischen Merkmale der NAFLD bei Kindern innerhalb eines kommunalen Gesundheitssystems analysiert und dabei eine Zunahme der Inzidenz festgestellt. Dazu identifizierten Amandeep K. Sahota von der Southern California Permanente Medical Group in Pasadena, USA, und Kollegen anhand von elektronischen Gesundheitsakten Patienten im Alter von 5–18 Jahren, bei denen eine NAFLD auf Basis des ICD-9 und ICD-10 neu diagnostiziert worden war. Die Screening-Raten und jährliche Inzidenzraten von NAFLD errechneten die Forscher für die Jahre 2009–2018. Die Analyse von 7.884.844 Patientenjahren ergab, dass ein Screening bei 54,0% der Kinder mit Adipositas und 24,0% der Kinder mit Übergewicht durchgeführt worden war. 36.658 Kinder im Alter von 9–18 Jahren mit Übergewicht oder Adipositas wiesen Werte der Alanin-Aminotransferase >30 U/l auf. Von diesen Kindern erhielten 12,3% eine weitere Untersuchung auf NAFLD. Die Inzidenz einer NAFLD-Diagnose stieg im Laufe der Zeit von 36,0/100.000 im Jahr 2009 auf 58,2/100.000 im Jahr 2018 signifikant an (p<0,0001). Fazit Die Inzidenz der NAFLD bei Kindern habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, obwohl viele Kinder möglicherweise undiagnostiziert blieben, resümieren die Autoren. (ej) Autoren: Sahota AK et al. Korrespondenz: Jeffrey B. Schwimmer; [email protected] Studie: Incidence of Nonalcoholic Fatty Liver Disease in Children: 2009–2018 Quelle: Pediatrics 2020;146(6):e20200771. Web: https://doi.org/10.1542/peds.2020-0771
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