Hypothyreose begünstigt Entstehung der NAFLD21. März 2017 © nerthuz – fotolia.com Die Schilddrüsenfunktion ist mit mehreren Risikofaktoren für die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) assoziiert, doch welche Rolle sie bei der NAFLD-Entstehung spielt, war unklar. Nun zeigt eine große, populationsbasierte, prospektive Kohortenstudie aus den Niederlanden, dass eine geringere Schilddrüsenfunktion mit einem erhöhten Risiko für NAFLD verbunden ist. Insgesamt 9419 Teilnehmer (im Schnitt 64,75 Jahre alt) wurden in die Studie eingeschlossen und median 10,4 Jahre nachbeobachtet. Das Vorliegen einer Fibrose bei Patienten mit NAFLD wurde per transienter Elastographie ermittelt, wobei eine Lebersteifheit ≥ 8 kPa den Schwellenwert für klinisch relevante Fibrose darstellte. Nach Anpassung um Alter, Geschlecht, Kohorte, Follow-up-Zeit, Einnahme von lipidsenkenden Medikamenten und kardiovaskulären Risikofaktoren waren höhere Konzentrationen an freiem T4 (fT4) mit einem verringerten Risiko für NAFLD assoziiert (OR 0,42). In Übereinstimmung damit waren höhere TSH-Konzentrationen mit einem erhöhten Risiko für eine klinisch relevante Fibrose bei NAFLD assoziiert (OR 1,49). Im Vergleich zu einer normalen Schilddrüsenfunktion war eine Hypothyreose mit einem 1,24-fach höheren NAFLD-Risiko assoziiert. Außerdem nahm das NAFLD-Risiko graduell von Hypothyreose zu Hyperthyreose ab (pTrend=0,003). Die Autoren schlussfolgern, dass diese Ergebnisse neue Wege der Prävention und Behandlung von NAFLD eröffnen könnten. Autoren: Bano A et al. Korrespondenz: Department of Internal Medicine, Erasmus University Medical Center, Rotterdam, Niederlande Studie: Thyroid Function and the Risk of Nonalcoholic Fatty Liver Disease: The Rotterdam Study Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2016 Aug;101(8):3204–3211. Web: press.endocrine.org/journal/jcem
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