Nierensteine: Studie bringt Schichtarbeit mit einem höheren Risiko ​​in Verbindung

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Eine aktuelle US-Studie unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Strategien am Arbeitsplatz zur Vorbeugung von Nierensteinerkrankungen bei Schichtarbeitern.

Berichten zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, an chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem Metabolischen Syndrom und psychischen Störungen zu erkranken, bei Schichtarbeitern erhöht. Nierensteine ​​bei Schichtarbeitern wurden in früheren Studien jedoch kaum untersucht, erklären die Autoren.

Anhand von Daten von über 220.000 Teilnehmern der UK Biobank Study analysierten die Forscher in einer aktuellen Studie den Zusammenhang zwischen Schichtarbeit, einschließlich ihrer Art, Häufigkeit und Dauer, und Nierensteinen über einen durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 13,7 Jahren. Sie führten außerdem Mediationsanalysen durch, um zu untersuchen, ob verschiedene Lebensstile diesen Zusammenhang erklären könnten.

„Dies ist die erste bevölkerungsbasierte Kohortenstudie, die umfassend untersucht, wie verschiedene Schichtarbeitsmuster zum Nierensteinrisiko beitragen“, kommentiert Studienleiter Dr. Yin Yang. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift der Fachzeitschrift „Mayo Clinic Proceedings“ veröffentlicht.

Auswirkungen der Nachtschicht am Stärksten

Die Studie ergab, dass Schichtarbeiter ein um 15 Prozent höheres Risiko für Nierensteine ​​haben, insbesondere jüngere Arbeitnehmer und solche mit geringem körperlichen Arbeitsanteil. Body-Mass-Index (BMI), Flüssigkeitsaufnahme und andere Lebensstilfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Nierensteinen. Die Forscher stellten außerdem fest, dass Teilnehmer mit längerer Schichtarbeit ein etwas geringeres Risiko für Nierensteine ​​hatten. Dies könnte auf einen „Healthy Worker“-Effekt oder eine Anpassung im Laufe der Zeit hindeuten, was weitere Untersuchungen rechtfertigt.

Dr. Felix Knauf von der Mayo Clinic in Rochester (USA) und korrespondierender Autor des begleitenden Leitartikels „Schichtarbeit und das Risiko von Nierensteinen“ (doi: 10.1016/j.mayocp.2025.08.018) weist darauf hin, dass der Studie zufolge das höchste Risiko für Nierensteine ​​bei Personen besteht, die Nachtschichtarbeit leisten.

Störung des zirkadianen Rhythmus

Knauf führt weiter aus: „Eine zentrale Auswirkung von Schichtarbeit ist die Störung des zirkadianen Rhythmus. Homöostase und Gesundheit basieren auf physiologischen Systemen, die praktisch alle von der biologischen Uhr gesteuert werden, die die Periodizität, das Tempo und die physiologischen Auswirkungen des zirkadianen Rhythmus bestimmt. Dies gilt auch für physiologische Systeme, die den Wasserhaushalt und die Homöostase gelöster Stoffe regulieren, die für die Bildung von Nierensteinen relevant sind. Der beobachtete Effekt von Schichtarbeit auf die Bildung von Nierensteinen spiegelt also zumindest teilweise ihre störende Wirkung auf den zirkadianen Rhythmus wider.

Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen laut Knauf die Notwendigkeit, Initiativen zu erforschen, die die Risikofaktoren für Nierensteine ​​beheben, einschließlich flexiblerer Arbeitszeiten.“ Dem stimmt auch Yang zu: „Die Förderung gesunder Lebensgewohnheiten bei Schichtarbeitern könnte sich erheblich auf deren urologische Gesundheit auswirken. Initiativen zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz könnten Aufklärungsprogramme umfassen.“

(ri/BIERMANN)