Nierenzellkarzinom ASPSCR1::TFE3: Neue Ansatzpunkte für die Therapie identifiziert

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Aktuelle Studienergebnisse aus China deuten auf neue zielgerichtete und immuntherapeutische Strategien zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms (RCC) vom Typ ASPSCR1::TFE3 hin.

Das ASPSCR1::TFE3-RCC sei ein seltener Subtyp, der häufig mit Lymphknotenmetastasen einhergeht und eine ungünstige Prognose aufweist, erklären die Autoren. Die unklare Pathogenese und das immunologische Mikromilieu schränkten das klinische Management erheblich ein, heißt es weiter.

Neue Erkenntnisse zu dieser Nierenkrebsform liefert eine Studie aus China, die in der Fachzeitschrift „The American Journal of Pathology“ veröffentlicht wurde.

Vergleich mit dem Klarzelligen Nierenzellkarzinom

Das Forscherteam um Erstautor Yingjing Wang kombinierte in der Arbeit Einzelzellsequenzierung und hochauflösende räumliche Transkriptomik, um formalinfixierte, in Paraffin eingebettete Proben von ASPSCR1::TFE3-RCC und Klarzelligen Nierenzellkarzinomen (ccRCC) zu charakterisieren. Dabei stellten sie deutliche Unterschiede in der Tumor- und Immunlandschaft zwischen den beiden Subtypen fest.

Das ccRCC wies eine Anreicherung von Signalwegen der Interferon-Antwort und der Hypoxie auf. Beim ASPSCR1::TFE3-RCC dominierten die oxidative Phosphorylierung und die epithelial-mesenchymale Transition. Die Wissenschaftler klassifizierten die Tumorzellen in C3- und C4-Cluster. Der mit Metastasierung assoziierte C3-Subtyp zeigte eine starke Expression pro-invasiver Gene, darunter MDK, MMP7 und VCAN.

Das ASPSCR1::TFE3-RCC wies eine immunsuppressive Mikroumgebung mit zahlreichen Makrophagen sowie erschöpften T-Zellen und natürlichen Killerzellen auf. Die MDK-LRP1-Interaktion zwischen Tumorzellen und Makrophagen begünstigte die Immunevasion.

C3 und MDK-Spiegel im Fokus

Diese Ergebnisse charakterisieren das ASPSCR1::TFE3-RCC als einen hochgradig metastasierenden, immunsuppressiven Tumor, der durch C3-Anreicherung und erhöhte MDK-Spiegel angetrieben wird, was laut den Autoren neue Ansatzpunkte für zielgerichtete sowie immuntherapeutische Strategien bietet.

(ri/BIERMANN)