Novum auf dem DKOU: Wettbewerbssession entscheidet über Preise zur Nachwuchsförderung25. Oktober 2023 Gruppenfoto aller Preisträger. V.l.: Kilian List, Christopher Kramer, Achim Benditz, Tobias Schulte, Dorothea, Daentzer, Stephan Rammelt, Anne Postler. (Foto, hr) Einer der „Hot-Topic“ der diesjährigen Kongresspräsidenten ist die Förderung des Nachwuchses für das Fach. Daraus entstand die Idee, im Vorfeld des DKOU einen Preis auszuschreiben. Aufgrund der hohen Nachfrage, wurden drei Kategorien geschaffen, deren Gewinner erst in einer Session von einer Podium-Jury gewählt wurden. „Gute Lehre gibt es an den meisten Unis“, konstatierte Kongresspräsident Prof. Steffen Ruchholtz (Marburg). Es gehe aber nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern auch die Art und Weise der Vermittlung, die motivierend und spannend sein sollte, und den dahinterstehenden Konzepten. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Konvent der Universitätsprofessuren für Orthopädie und Unfallchirurgie (KUOU) haben mit dem Preis Lehrende und Initiativen fördern wollen, welche Studierende für das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie begeistern. Die ausgezeichneten Projekte könnten so wiederum als Anregung für andere dienen, erklärte Ruchholtz. Laut dem DGU-Kongresspräsidenten reagierten mehr als die Hälfte aller in der Lehre tätigen O+U-Einrichtungen auf die Ausschreibung und reichten ihre Lehrkonzepte ein, die von einer Jury beurteilt werden sollten. „Unter der Vielzahl der eingereichten Konzepte war unser Problem die Vergleichbarkeit“, berichtete Ruchholtz, der auch in der Jury saß. Deshalb habe man die drei Kategorien „Wahlfach“, „Lehrorganisation“ und „Innovation“ geschaffen, für die jeweils zwei Finalisten in die DKOU-Session eingeladen wurden, um ihre Konzepte dem Publikum und der Jury zu präsentieren. Den besten auszuwählen, übernahm eine Jury. Neben Ruchholtz, waren die weiteren Jurymitglieder auf dem Podium Violetta Oesterreich (Berlin), Yasmin Youssef (Leipzig). PD Dr. Ricarda Johanna Seemann (Berlin), Prof. Maximilian Rudert (Würzburg) und Prof. Wolfgang Böcker (München). In der Kategorie „Wahlfach“ trat das Lehrkonzept O&U vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und dem Modellstudiengang Medizin Hamburg (iMED) (vorgestellt von Christopher Kramer) gegen das Lehrkonzept O&U des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der TU Dresden (vorgestellt von PD Dr. Anne Postler und Prof. Stefan Rammelt) an, das Hamburg für sich entscheiden konnte. Zu einem Patt und zwei ersten Preisen kam es in der Kategorie „Innovation“. Hier konnten sowohl das Lehrkonzept O&U – OU TO GO, das von Prof. Tobias Schulte (Bochum) vorgestellt wurde und das Lehrkonzept der Medizinischen Hochschule Hannover mit einer Unterrichts-APP, die PD Dr. Dorothea Daentzer präsentierte, gleichermaßen überzeugen. In der dritten Kategorie „Lehrorganisation“ standen sich zwei Lehrkonzept O & U gegenüber, die – den Herausforderungen der Pandemie geschuldet – verschiedene Wege der Online-Präsentation von Lerninhalten des Faches vorstellten. Hier machte das Konzept der Universität Würzburg, das von PD Dr. Kilian List vorgestellt und von einem großen Team entwickelt wurde das Rennen. Zweiter guter Platz machte das Konzept von Prof. Achim Benditz aus Regensburg, der sein Fünf-Minuten-Daily-OU-Konzept vorstellte, das er mit seiner Frau entwickelt hat. (hr)
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