NSCLC im frühen Stadium: Anatomische Lungenresektion geht mit höherer Überlebensrate einher29. Januar 2025 Segmentektomie (Abbildung © crevis/stock.adobe.com) Neue Forschungsergebnisse belegen, dass anatomische Lungenresektionen wie Lobektomie und Segmentektomie im Vergleich zur Keilresektion bei Patienten mit einem Nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Frühstadium mit einer höheren Langzeitüberlebensrate assoziiert sind. Für ihre kürzlich auf der Jahrestagung der Society of Thoracic Surgeons (STS) in Los Angeles (USA) durchgeführte Studie analysierten Forschende die Outcomes von mehr als 32.000 Patienten mit einem NSCLC des Stadiums 1A aus der STS General Thoracic Surgery Database (STS GTSD), für die Daten aus einem Langzeit-Follow-up vorlagen, die mit dem National Death Index und der Datenbank der Centers for Medicare and Medicaid Services verknüpft waren. Die Arbeitsgruppe konnte schließlich auf Überlebensdaten für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren zurückgreifen. Bessere Outcomes nach Lobektomie und Segmentektomie im Vergleich zur Keilresektion Wie die Autoren der nun auf dem STS-Kongress vorgestellten Arbeit berichten, war die Lobektomie beim NSCLC im Stadium 1A mit den höchsten Überlebensraten assoziiert: Die Forschenden errechneten ein Fünf-Jahres-Gesamtüberleben (OS) von 71,9 Prozent und ein Zehn-Jahres-OS von 44,8 Prozent. Die Segmentektomie, die zu einem Fünf-Jahres-OS von 69,6 Prozent und einem Zehn-Jahres-OS von 44,2 Prozent führte, erwies sich laut den Wissenschaftlern als praktikable Alternative. Sowohl die Lobektomie als auch die Segmentektomie waren mit besseren Outcomes verbunden als die Keilresektion: Bei letzterer wurde ein Fünf-Jahres-OS von 66,3 Prozent und ein Zehn-Jahres-OS von 41,4 Prozent dokumentiert. „Diese Studie unterstreicht die Notwendigkeit einer differenzierten Entscheidungsfindung, die sowohl randomisierte kontrollierte Studien als auch Daten aus der Praxis einschließt, um die höchste Qualität der Versorgung zu gewährleisten“, erklärt Dr. Christopher Seder, Thoraxchirurg am Rush University Medical Center in Chicago (USA). „Durch die Analyse der Outcomes in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen können wir fundierte Empfehlungen geben und so letztlich die Behandlungsergebnisse für Patienten in allen Bereichen verbessern.“ Er fügt hinzu: „Diese Studie ist ein bedeutender Schritt vorwärts zum Verständnis der langfristigen Auswirkungen chirurgischer Entscheidungen für Lungenkrebspatienten. Die Verwendung realer Daten zur Ergänzung der Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien bietet Chirurgen zusätzlichen Kontext für die Anpassung von Behandlungsstrategien.“
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