NSCLC nach neoadjuvanter Immuncheckpoint-Blockade: CD8+ CX3CR1+ T-Zellen bei gutem Ansprechen im Tumorgewebe angereichert10. April 2026 Bild: ©Juan Gärtner – stock.adobe.com Bekanntlich zeigt die neoadjuvante Immuncheckpoint-Blockade bei resektablem und lokal fortgeschrittenem Nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) vielversprechende Ergebnisse. Doch was passiert dabei auf der zellulären Ebene? Dieser Frage sind Forscher um Sisi Dai von der Sichuan University in Chengdu nachgegangen und haben die spezifischen T-Zell-Subtypen, die expandieren und funktionell reaktiviert werden, charakterisiert. Dabei haben sie festgestellt, dass CD8+ CX3CR1+ T-Zellen zirkulierende zytotoxische Vorläuferzellen darstellen könnten, die mit einem effektiven Ansprechen auf die neoadjuvante Immuncheckpoint-Blockade assoziiert sind. Dies deute auf ein Potenzial als prädiktive Biomarker und therapeutische Ziele für die adoptive Zelltherapie hin, meinen die Wissenschaftler. Proliferation von CD8+ CX3CR1+ T-Zellen im peripheren Blut ebenfalls belegt Ihr Vorgehen im Detail: Sie untersuchten Tumorgewebe, paarweise zugeordnetes normales Lungengewebe und Proben des peripheren Blutes von 26 mit einer neoadjuvanten Immuncheckpoint-Blockade behandelten und 14 therapienaiven NSCLC-Patienten mittels Einzelzell-RNA-Sequenzierung, Analyse des Repertoires an T-Zell-Rezeptoren und Durchflusszytometrie. Dabei bestand ihr Ziel darin, responsive T-Zell-Subtypen zu finden und deren Gewebeursprung, Migrationsmuster und Phänotyp-Übergänge zu analysieren. Das Forscherteam beobachtete, dass in ansprechenden Tumoren CD8+ CX3CR1+ T-Zellen signifikant angereichert waren. Das zeigte sich in erhöhten Anteilen (p=0,0027) und klonaler Expansion in der Einzelzell-RNA-Sequenzierung sowie in erhöhten Frequenzen auf Ebene der Proteine, nachgewiesen per Durchflusszytometrie (p=0,021). In der longitudinalen Analyse zeigte sich eine Proliferation dieser Zellen im peripheren Blut nach der Behandlung. Zudem identifizierten die Wissenschaftler in Blut- und Tumorproben die gleichen TCR-Klonotypen. Darüber hinaus deutete die Pseudotime-Analyse auf eine Differenzierung dieser Zellen in erschöpfte und zytotoxische NK-ähnliche CD8+ T-Zellen nach der Infiltration in den Tumor hin. (sf)
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