Offene versus roboterassistierte radikale Zystektomie: Mortalität unterscheidet sich nicht11. Februar 2019 Multiport-Klassiker: Steuereinheit einer DaVinci-Konsole. Foto: Schmitz Hinsichtlich der Mortalität aufgrund von Blasenkrebs erweist sich die roboterassistierte laparoskopische radikale Zystektomie (RARC) gegenüber der offenen radikalen Zystektomie (ORC) als nicht unterlegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dr. Bernhard Bochner und Kollegen vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, USA. Die prospektive randomisierte Studie wurde zwischen 2010 und 2013 durchgeführt. Insgesamt 118 Patienten unterzogen sich entweder ORC mit Lymphadenektomie im Beckenbereich (PLND) oder einer RARC mit PLND. Alle Patienten erhielten zusätzlich eine offene bzw. extrakorporale Harnableitung. Der mediane Follow-up betrug 4,9 Jahre (IQR 3,9–5,9 Jahre) nach der Operation. Insgesamt 60 Patienten unterzogen sich einer RARC und 58 einer ORC. Hinsichtlich der Wiedererkrankungsrate konnten keine Unterschiede zwischen den beiden Verfahren erkannt werden (HR 1,27; 95 %-KI 0,69–2,36; p=0,4). Auch beim krebsspezifischen Überleben (p=0,4) und dem Gesamtüberleben (p=0,8) fielen die Unterschiede nicht signifikant aus. Hinsichtlich dieser sekundären Endpunkte hatte die Studie jedoch nicht genügend statistische Power, um Unterschiede zu erkennen, schränken die Autoren ein. Auffällig war, dass das Muster der Rezidive bei Patienten, die sich einer ORC unterzogen hatten, eine (nicht statistisch signifikante) Zunahme von Metastasenorten zeigte (Sub-HR [sHR] 2,21; 95 %-KI 0,96–5,12; p=0,064). Unter den RARC-behandelten Patienten war dagegen die Zahl der lokal/abdominal von Metastasen betroffenen Stellen höher (sHR 0,34; 95 %-KI 0,12–0,93; p=0,035). „Die Unterschiede in den beobachteten Mustern des ersten Rezidivs zeigen den Bedarf an weiteren Studien“, schreiben Bochner und Kollegen. (ms/bs) Studie: Bochner BH et al. Randomized Trial Comparing Open Radical Cystectomy and Robot-assisted Laparoscopic Radical Cystectomy: Oncologic Outcomes. Eur Urol 2018;74(4):465–471.
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