Operables Hochrisiko-Urothelkarzinom des oberen Harntraktes: Downstaging durch neoadjuvante Immunchemotherapie1. Juli 2025 In der Studie wurde der Checkpoint-Inhibitor Durvalumab getestet. Symbolbild: luchschenF – stock.adobe.com Was bringt die Kombination aus Durvalumab plus neoadjuvanter Chemotherapie für Hochrisikopatienten mit Urothelkarzinom des oberen Harntraktes (UTUC) und radikaler Nephroureterektomie (RNU)? Dies hat eine aktuelle Studie aus Frankreich untersucht. In der Studie ergaben sich zwar weniger pathologische Komplettremissionen (pCR) als erhofft, jedoch erbrachte die Untersuchung vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich des Downstagings. Das Sicherheitsprofil sei gut und das Operationsrisiko nicht erhöht gewesen, schreibt das Team um Dr. Nadine Houédé vom Universitätsklinikum Nîmes, Frankreich. In ihre Phase-II-Studie iNDUCT-GETUG V08 schlossen die Forscher im Zeitraum 2021 bis 2024 insgesamt 50 Patienten mit nichtmetastasiertem, hochgradigem UTUC ein (medianes Alter 68 Jahre; Spanne 38–79; 59% Männer). Deren Diagnose war mittels ureteroskopischer Biopsie oder Urinzytologie und/oder des infiltrativen Aspekts des Nierenbeckens/der Harnleiterwand in der Computertomographie gestellt worden. Vor der RNU erhielten die Patienten Durvalumab plus Gemcitabin/Cisplatin (Kohorte 1; n=31) oder Durvalumab plus Gemcitabin/Carboplatin (Kohorte 2; n=19) alle 3 Wochen über insgesamt 4 Zyklen (die Wahl der Kohorte erfolgte auf Basis der glomerulären Filtrationsrate). Primäres Ziel war die Bestimmung der pCR (ypT0) in jeder Kohorte. Wie die Autoren berichten, erhielten 45 Patienten vier Behandlungszyklen, drei Patienten bekamen drei Zyklen und ein Patient nur zwei. Während der Behandlung wechselten fünf Patienten zu Carboplatin. Bei der Operation (n=45) lagen die pT0-Raten bei 13% (4/29) in Kohorte 1 und 5% (1/19) in Kohorte 2. 50% (15/29) der Patienten in Kohorte 1 und 42% (8/19) in Kohorte 2 waren pTa/pT1. Schwere Immuntherapie-vermittelte Toxizitäten traten nicht auf. Eine Chemotherapie-bedingte Neutropenie von Grad 3 verzeichneten die Autoren bei fünf Patienten, bei einem Teilnehmer erreichte die Neutropenie Grad 4; ein Patient hatte eine Thrombozytopenie von Grad 3, einer von Grad 4 und vier Patienten eine Anämie von Grad 3. (sf/ms)
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