Optimierte perioperative Ernährung beschleunigt die Genesung nach radikaler Zystektomie16. April 2026 Die Ernährung scheint eine hohe Bedeutung im Zusammenhang mit einer radikalen Zystektomie zu haben. Grafik: nasyih – stock.adobe.com Bei Patienten, die sich einer radikalen Zystektomie mit Harnableitung unterziehen, kann eine strukturierte Optimierung der perioperativen Ernährung die gastrointestinale Erholung signifikant verbessern, den Krankenhausaufenthalt verkürzen, die Wundheilung beschleunigen und die Skelettmuskelmasse erhalten. Das ist das Ergebnis einer Forschungsarbeit der Tanta University in Ägypten. Ziel der Studie war es, den Einfluss einer strukturierten perioperativen Ernährungsoptimierung auf die Komplikationsraten, die Erholungsparameter und die Körperzusammensetzung bei Patienten zu beurteilen, die sich einer radikalen Zystektomie mit Harnableitung unterziehen. Dazu teilte das Forscherteam um Erstautor Mohammed Lotfi Amer in dieser prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studie 74 Patienten, die sich einer radikalen Zystektomie unterziehen sollten, entweder einer Gruppe mit individueller prä- und postoperativer Ernährungsberatung (nutritional optimisation group, NOG; n=37) oder einer Standardversorgungsgruppe (standard care group, SCG; n=37) zu. Das Studienprotokoll umfasste Immunonutrition, Kalorien- und Proteinanpassung sowie engmaschige klinische und laborchemische Überwachung. Primärer Endpunkt war die Gesamtrate an Komplikationen innerhalb von 30 Tagen. Sekundäre Endpunkte waren die Zeit bis zur gastrointestinalen Erholung, die Krankenhausverweildauer, die Wundheilungsdauer, Ernährungsparameter und die Körperzusammensetzung. Beschleunigte Darmerholung Die Ausgangsmerkmale waren in beiden Gruppen vergleichbar. Obwohl die Gesamtkomplikationsrate in der NOG (54 %) niedriger war als in der SCG (68 %), war der Unterschied statistisch nicht signifikant (p=0,236). Eine optimierte Ernährung beschleunigte jedoch die gastrointestinale Erholung signifikant. Die Zeit bis zum Abgang von Darmgasen (Mittelwert 39,6 ± 10,2 h vs. 64,8 ± h; p<0,001) und bis zum Stuhlgang (Mittelwert 63,4 ± 12,1 h vs. 84,2 ± 13,8 h; p=0,002) war in der NOG kürzer. Die Krankenhausaufenthaltsdauer (Mittelwert 7,78 ± 1,13 Tage vs. 10,59 ± 3,67 Tage; p=0,002) und die Wundheilungszeit (Mittelwert 14,22 ± 0,92 Tage vs. 15,5 ± 0,88 Tage; p<0,001) waren ebenfalls signifikant verbessert. Die Patienten in der NOG wiesen 30 Tage postoperativ eine höhere Skelettmuskelmasse und auch einen höheren Phasenwinkel auf (p≤0,007). (ri/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: US-Forscher: Zystoskopie plus ctDNA-Test könnte unnötige Zystektomien vermeiden
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