Orale Kontrazeptiva erhalten Knochengesundheit25. Juni 2020 Foto: Gabriela Sanda/Pixabay Frauen mit vorzeitiger ovarieller Insuffizienz erleiden die typischen Menopause-Symptome deutlich früher. Auch die Knochendichte nimmt früher ab, was das Osteoporose-Risiko erhöht. Eine neue Studie verglich eine Standard-Hormontherapie mit kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK). Das Fazit: Die KOK eigneten sich viel besser als die niedrig dosierte Hormontherapie. Die Knochenmasse bei Frauen nimmt normalerweise bis zum 30. Lebensjahr zu. In der Menopause nimmt diese aufgrund des Östrogenmangels allmählich ab. Frauen mit vorzeitiger ovarieller Insuffizienz haben bereits vor dem 40. Lebensjahr Menopause-Symptome. Normalerweise erhalten sie entweder eine Hormontherapie oder östrogenhaltige KOK In der vorliegenden Studie haben Forscher diese beiden Therapien bei Frauen mit ovarieller Insuffizienz verglichen. Dabei stellten die Forscher unter Leitung von Dr. Cristina Laguna, Universität von Campinas in Brasilien, fest, dass Frauen unter KOK am wenigsten an Knochenmasse verloren hatten. Verglichen wurde die Knochenmineraldichte (BMD) bei 119 Frauen, die im Mittel 30,3 Jahre alt waren und an ovarieller Insuffizienz litten. Im Vergleich zu niedrig dosierter Hormontherapie waren die BMD unter KOK und hoch dosierter Hormontherapie in der Wirbelsäule und Becken größer. KOK erzielten dabei eine noch höhere BMD als eine hochdosierte Hormontherapie. “Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen die kontiuierliche Einnahme von KOK ohne pillenfreies Intervall als Therapieoption für Frauen mit vorzeitiger ovarieller Insuffizienz”, erklärt Dr. Stephanie Faubion, Medical Director der North American Menopause Society. “Dieses Therapieregime ist sicherlich attraktiv für Frauen, die gleichzeitig verhüten wollen. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass hochdosierte Hormontherapien ähnlich wirksam sind im Vergleich zu niedrig dosierten Therapieregimes. Dies unterstreicht die Bedeutung, Hormontherapie-Dosen zu wählen, die das physiologische Niveau einer prämenopausalen Frau entsprechen.” Die Studienautoren haben in einem Video ihre Untersuchungsergebnisse zusammengefasst: http://links.lww.com/MENO/A620
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