Oraler Glukosetoleranz-Test: 1-Stunden-Glukose verbessert Prädiktion22. Februar 2019 © eenevski – fotolia.com Der Glukosewert eine Stunde nach der Glukosebelastung bei einem oralen Glukosetoleranz-Test (OGTT) verbessert die frühzeitige Prädiktion eines Typ-2-Diabetes durch klinische und metabolische Marker, wie eine Studie aus Finnland zeigt. Bei 543 Studienteilnehmern wurden während eines OGTT mit 75 g Glukose nach 0, 30, 60 und 120 Minuten die Plasmaglukose und das Seruminsulin gemessen. 146 von ihnen entwickelten innerhalb der 10-jährigen Nachbeobachtung einen Typ-2-Diabetes. Die Autoren evaluierten 1527 Prädiktionsmodelle für die Progression zum Typ-2-Diabetes. Die 1-Stunden-Glukose übertraf alle individuellen Marker mit Ausnahme der 30-Minuten-Glukose und der Mannose, deren Vorhersagekraft niedriger, aber nicht signifikant schlechter war. Der HbA1c-Wert schnitt dem DeLong-Test-p-Wert zufolge schlechter ab als die 1-Stunden-Glukose, aber nicht, wenn man nach der Falscherkennungsrate ging. Die metabolischen Marker um Plasmaglukose und HbA1c zu ergänzen, verbesserte die Prädiktionsmodelle signifikant. Mannose erwies sich als robuster metabolischer Marker. Fazit Die Autoren schlussfolgern, dass die 1-Stunden-Glukose, allein oder in Kombination mit metabolischen Markern, ein robuster Prädiktor für die Ermittlung des Typ-2-Diabetesrisikos ist. Sie übertrifft die 2-Stunden-Glukose und ist kostengünstiger zu messen als Metabolite. Metabolite ergänzen aber den Prädiktionswert von Plasmaglukose und HBA1c. Den Standard-OGTT mit 75 g Glukose auf 1 Stunde zu verkürzen, verbessere demnach seinen prädiktiven Wert. (nec) Autoren: Peddinti G et al. Korrespondenz: VTT Technical Research Center of Finland Ltd, Espoo, Finnland Studie: One hour post-OGTT glucose improves the early prediction of type 2 diabetes by clinical and metabolic markers Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2018 Nov 15. Web: https://academic.oup.com/jcem
Mehr erfahren zu: "Retinitis pigmentosa: Therapie lässt blinde Menschen einfache Objekte wahrnehmen" Weiterlesen nach Anmeldung Retinitis pigmentosa: Therapie lässt blinde Menschen einfache Objekte wahrnehmen Eine Gentherapie kombiniert mit einer Spezialbrille kann Menschen mit Retinitis pigmentosa, einer schweren erblichen Netzhauterkrankung helfen, wieder einfache visuelle Eindrücke wahrzunehmen.
Mehr erfahren zu: "Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt" Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt Der Medizin-Nobelpreis würdigt in diesem Jahr die Entwicklung der Optogenetik. Auch in Bonn wird diese Methode eingesetzt, um menschliche Netzhautzellen zu erforschen und neue Ansätze für die Behandlung degenerativer Netzhauterkrankungen […]
Mehr erfahren zu: "Medizin-Nobelpreis geht an zwei Deutsche und einen US-Forscher" Medizin-Nobelpreis geht an zwei Deutsche und einen US-Forscher Für ihre Forschung zur gezielten Veränderung von Zellen erhalten ein Berliner und ein Würzburger Forscher sowie ein US-Amerikaner den diesjährigen Nobelpreis für Medizin/Physiologie.