Oraler Glukosetoleranz-Test: 1-Stunden-Glukose verbessert Prädiktion

Diabetes
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Der Glukosewert eine Stunde nach der Glukosebelastung bei einem oralen Glukosetoleranz-Test (OGTT) verbessert die frühzeitige Prädiktion eines Typ-2-Diabetes durch klinische und metabolische Marker, wie eine Studie aus Finnland zeigt.

Bei 543 Studienteilnehmern wurden während eines OGTT mit 75 g Glukose nach 0, 30, 60 und 120 Minuten die Plasmaglukose und das Seruminsulin gemessen. 146 von ihnen entwickelten innerhalb der 10-jährigen Nachbeobachtung einen Typ-2-Diabetes.

Die Autoren evaluierten 1527 Prädiktionsmodelle für die Progression zum Typ-2-Diabetes. Die 1-Stunden-Glukose übertraf alle individuellen Marker mit Ausnahme der 30-Minuten-Glukose und der Mannose, deren Vorhersagekraft niedriger, aber nicht signifikant schlechter war. Der HbA1c-Wert schnitt dem DeLong-Test-p-Wert zufolge schlechter ab als die 1-Stunden-Glukose, aber nicht, wenn man nach der Falscherkennungsrate ging.

Die metabolischen Marker um Plasmaglukose und HbA1c zu ergänzen, verbesserte die Prädiktionsmodelle signifikant. Mannose erwies sich als robuster metabolischer Marker.

Fazit
Die Autoren schlussfolgern, dass die 1-Stunden-Glukose, allein oder in Kombination mit metabolischen Markern, ein robuster Prädiktor für die Ermittlung des Typ-2-Diabetesrisikos ist. Sie übertrifft die 2-Stunden-Glukose und ist kostengünstiger zu messen als Metabolite. Metabolite ergänzen aber den Prädiktionswert von Plasmaglukose und HBA1c. Den Standard-OGTT mit 75 g Glukose auf 1 Stunde zu verkürzen, verbessere demnach seinen prädiktiven Wert. (nec)

Autoren: Peddinti G et al.
Korrespondenz: VTT Technical Research Center of Finland Ltd, Espoo, Finnland
Studie: One hour post-OGTT glucose improves the early prediction of type 2 diabetes by clinical and metabolic markers
Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2018 Nov 15.
Web: https://academic.oup.com/jcem