Organspende: Ein Tattoo als Erkennungszeichen25. April 2023 Ein Tattoo signalisiert die Bereitschaft zur Organspende. Foto: Junge Helden e.V. Die Bereitschaft zur Organspende kann ab sofort per Tattoo signalisiert werden. Mit der Aktion sollen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene erreicht und motiviert werden, eine Entscheidung für die Organspende zu treffen. Die unkonventionelle Kampagne hat der gemeinnützige und spendenfinanzierte Verein Junge Helden e.V. initiiert. Denn obwohl bei Umfragen 84 Prozent aller Befragten eine positive Haltung zur Organspende bekunden, hat nur eine Minderheit einen entsprechenden Ausweis und die Einrichtung des bundesweiten Onlineregisters für Spender verzögert sich weiter. Gründe für den akuten Mangel an Organspenden sieht Junge Helden vor allem in der Bürokratie rund um den amtlichen Organspende-Ausweis und dass die Zustimmung zur Spende dem Umfeld selten bekannt ist. Die Tätowierung ist dem Verein zufolge eine Willenserklärung gegenüber Angehörigen, die im Ernstfall über eine Organspende entscheiden. Das eigens konzipierte Tattoo soll Aufmerksamkeit für das Thema wecken und als sichtbares Erkennungszeichen für Organspender funktionieren. Es zeigt einen Kreis und darunter zwei Halbkreise, die gemeinsam zu einem Ganzen verschmelzen. Interessierte können sich das Motiv bundesweit kostenlos in zahlreichen Tattoo-Studios stechen lassen, die an der Initiative teilnehmen. Die Aktion wurde unter dem Namen „#optink“ zum 20-jährigen Bestehen von Junge Helden e.V. ins Leben gerufen – in Anlehnung an das in Deutschland per Gesetz geltende „Opt-in-System“, das eine ausdrückliche Zustimmung zur Organspende verlangt.
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