Organspenden in 2025: Höchster Stand seit 201213. Januar 2026 Foto: © parradee/stock.adobe.com Mit einer moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland im Jahr 2025 den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Im Jahr 2025 haben in Deutschland insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr 2024 und entspricht 11,8 Organspendern pro Million Einwohner. Mit dieser moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland den höchsten Stand seit dem Jahr 2012. Das teilt die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit. Zugleich bleibe festzuhalten: Die Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 3020 Organe nach postmortaler Spende über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant nach festgelegten medizinischen Kriterien verteilt und schließlich hierzulande oder im Ausland transplantiert werden (2024: 2855, +5,8 Prozent). Dazu zählten 1495 Nieren, 823 Lebern, 315 Herzen, 308 Lungen, 76 Bauchspeicheldrüsen sowie drei Därme. In den 43 deutschen Transplantationszentren wurden 2025 insgesamt 3256 Organe nach postmortaler Spende aus Deutschland sowie aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert (2024: 3013, +8,1 Prozent). Bundesweit konnte damit 3150 schwer kranken Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder ein Weiterleben ermöglicht werden. Gleichzeitig warteten Ende des vergangenen Jahres weiterhin 8199 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. Mangel bleibt bestehen Der Medizinische Vorstand der DSO, Dr. Axel Rahmel, ordnet die Entwicklung ein: „Dass wir 2025 so viele Organspenderinnen und Organspender verzeichnen wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr, ist ein wichtiges und ermutigendes Signal. Gleichzeitig reicht dieses Niveau noch nicht aus, um den Bedarf zu decken. Der Mangel an Spenderorganen besteht weiterhin.“ Deutliche Unterschiede zeigten sich nach wie vor zwischen den DSO-Regionen in Deutschland. Besonders die Region Ost (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) weise seit Jahren überdurchschnittliche Organspenderzahlen auf, informiert die DSO. Mit 16,3 Organspendern pro Million Einwohner lag die Spenderzahl in diesen Bundesländern 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. „Wenn bundesweit so viele Organspenden realisiert würden wie in dieser Region, wäre die Situation für wartende Patientinnen und Patienten spürbar besser“, so Rahmel. Die positiven Entwicklungen dort zeigten, dass eine Steigerung der Organspende grundsätzlich möglich sei. Dies belege auch die konstant hohe Zahl der Organspende bezogenen Kontakte, also Situationen, in denen sich Krankenhäuser an die DSO wenden, um eine mögliche Organspende zu prüfen. Mit 3524 Kontakten bundesweit blieb sie nahezu konstant (2024: 3482). Hier zeige sich, dass grundsätzlich das Potenzial für mehr Organspenden vorhanden ist, jedoch nicht jeder Kontakt zu einer tatsächlichen Spende führt. Rund zwei Drittel der gemeldeten Kontakte endeten ohne Organspende – in etwa der Hälfte dieser Fälle, weil keine Zustimmung zur Organspende vorlag. Die fehlende Zustimmung bleibe damit der häufigste Grund für nicht realisierte Organspenden, so die DSO.
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