Originelle Forschung hilft Hörgeschädigten27. Juli 2021 Stefan Zirn bei Vorbereitungen für seine Forschungsarbeit in der Akustik-Kabine im POIM. Foto: Joerdis Damrath/Hochschule Offenburg Prof. Stefan Zirn ist bei der Sommertagung der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen (ADANO) mit dem Innovationspreis 2020 ausgezeichnet worden. Die fachkundige Jury würdigte damit die Arbeit des Leiters des Peter-Osypka-Instituts für Medizintechnik (POIM) an der Hochschule Offenburg zur Zeitanpassung bei bimodal versorgten Cochlea-Implantat (CI)-/Hörgerät-Trägerinnen und -trägern. Zirn hat darin einen Weg aufgezeigt, wie die Signallaufzeiten im Hörgerät und im CI-System aufeinander angepasst werden können. Dieser Ansatz ist in der klinischen Routine umsetzbar und ermöglicht Hörgeschädigten, die auf einem Ohr ein Hörgerät und auf dem anderen ein Cochlea-Implantat nutzen, ein wesentlich genaueres Richtungshören. „Professor Zirn hat einen praktischen Lösungsvorschlag gemacht und nachgewiesen, dass es bei der Schalllokalisation sehr hilfreich sein kann diese Hilfe einzusetzen“, würdigte Laudator Dietmar Basta, Kassenwart der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, die Arbeit von Zirn bei der Preisvergabe im Rahmen der Sommertagung, die im Juni in St. Pölten (Österreich) und online stattfand. Der ADANO-Innovationspreis wird jährlich ausgelobt und von der Firma Happersberger Otopront GmbH (Hohenstein) gestiftet. Er wird an Forscher für eine Arbeit verliehen, die zum Verständnis der Pathogenese, zur Erweiterung der diagnostischen Möglichkeiten oder zur Entwicklung von Therapieverfahren von Erkrankungen des Hör- und Gleichgewichtssystems originell beigetragen hat. Neben Zirn, der seine Arbeit im Anschluss an die Laudatio im Detail vorstellte, wurde bei der Sommertagung auch noch Diplom-Ingenieur Youssef Adel aus Tübingen mit dem ADANO-Innovationspreis 2020 ausgezeichnet. Seine Forschungsarbeit hatte die exakt gleiche Punktzahl vom zuständigen Bewertungsgremium erhalten, wie die von Zirn. Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro teilen sich die beiden Wissenschaftler.
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