Periphere arterielle Verschlusskrankheit bei Personen mit Typ-2-Diabetes20. Mai 2024 © MQ-Illustrations – stock.adobe.com (Symbolbild) Bei der Peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) handelt es sich um eine Störung der arteriellen Durchblutung der Extremitäten. Sie entsteht zumeist durch eine Stenose oder Okklusion der die Extremitäten versorgenden Arterien, der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße oder seltener der Aorta. Forschende untersuchten nun, inwieweit eine Assoziation zwischen pAVK-Risikofaktoren mit dem Erkrankungsrisiko bei Personen mit einem mit Typ-2-Diabetes (T2D) besteht. Die Forschenden schlossen in die Studie 148.096 Personen mit T2D ein, die zwischen 2005 und 2009 in das schwedische Nationale Diabetesregister aufgenommen wurden. Die Wissenschaftler verglichen die Diabetes-Patienten mit insgesamt 320.066 gesunden Personen auf Basis des Alters, Geschlechts und Bezirks. Einige wenige Kontrollpersonen, die nach der Rekrutierung einen T2D entwickelten (<0,2 %), wurden nicht bewertet, sondern stattdessen mit 2 neuen Kontrollpersonen abgeglichen. Probanden mit T2D wurden gemäß der Anzahl des Auftretens der insgesamt 5 pAVD-Risikofaktoren beurteilt, die bei Studienbeginn über die empfohlenen Richtwerte hinausgingen. Dazu zählten das LDL(Low Density Lipoprotein)-Cholesterin, Blutdruck, Rauchen, HbA1c und die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate. Alle Vorfälle einer pAVK wurden von 2006–2019 erfasst. Die Auswertungen ergaben einen abgestuften Zusammenhang zwischen der Anzahl der Risikofaktoren für eine pAVK, die nicht dem Zielwert entsprachen, und dem Auftreten einer pAVK bei Personen mit T2D. Die adjustierte HR (aHR) für eine pAVK betrug dabei 1,41 (95%-KI 1,23–1,63) für Personen mit T2D, bei denen alle Risikofaktoren für eine pAVK innerhalb der Zielwerte lagen, vs. Kontrollpersonen, die hinsichtlich des Geschlechtes, ihres Alters und Wohnbezirks, nicht aber hinsichtlich des Risikofaktorstatus gematcht waren. Im Gegensatz dazu lag die aHR bei 9,28 (95%-KI 3,62–23,79) für Personen, bei denen alle 5 Risikofaktoren für pAVK nicht im Zielwert lagen. Fazit Es besteht somit eine abgestufte Assoziation zwischen einer zunehmenden Anzahl von pAVK-Risikofaktoren, die nicht im Zielwertbereich liegen, und dem Auftreten einer pAVK bei Personen mit T2D. (je) Autoren: Avdic T et al. Korrespondenz: Tarik Avdic; [email protected] Studie: Risk Factors for and Risk of Peripheral Artery Disease in Swedish Individuals With Type 2 Diabetes: A Nationwide Register-Based Study Quelle: Diabetes Care 2024;47(1):109–116. Web: https://doi.org/10.2337/dc23-1198
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