Personalisierte Therapien bei Typ-1-Diabetes

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Das Ziel der personalisierten Medizin ist es, jedem Patienten zur richtigen Zeit die richtigen Medikamente bereitzustellen. Personalisierte Medizin ist bisher dort am erfolgreichsten, wo eine eindeutige genetische Verbindung zwischen einer Krankheit und einer Therapie besteht. Dies ist bei T1D nicht der Fall, da es sich um eine komplexe genetische immunvermittelte Erkrankung der ß-Zell-Zerstörung handelt. Forscher haben jahrzehntelang den natürlichen Krankheitsverlauf von T1D verfolgt, um Autoantikörper als prädiktive Biomarker für das Krankheitsrisiko zu eruieren.

Aktuelle Studien haben die mit der Progression verbundene Heterogenität des T1D mit einer ungleichmäßigen Rate des Insulinverlusts sowie unterschiedlichen Merkmalen der peridiagnostischen Phase aufgezeigt. Aus diesen Studien ergeben sich neue biomarkerbasierte Prinzipien für personalisierte Therapien eines T1D. Hierzu gehören Therapien, die auf verschiedene Perioden der Krankheitsaktivität abgestimmt sind, die Verwendung von Patientenstratifizierungs-Biomarkern zur Ausrichtung des therapeutischen Ziels auf den Endotyp der Erkrankung und pharmakodynamische Biomarker, um eine personalisierte Medikamentendosierung und geeignete Kombinationstherapien zu erreichen.

Diese Prinzipien können als Vorlage für die Anwendung personalisierter Medizin bei komplexen Krankheiten dienen, so die Autoren. (rl)

Autor: Linsley PS et al.
Korrespondenz: Peter S Linsley; [email protected]
Studie: Uncovering Pathways to Personalized Therapies in Typ-1-Diabetes
Quelle: Diabetes 2021 Apr;70(4):831–841
Web: doi:10.2337/db20-1185