Perspektive der Fachärzteschaft verdeutlicht20. März 2023 Dirk Heinrich (l.) und Robert Schneider. Foto: A. Schoelzel/Die Hoffotografen (SpiFa) Am 17.03.2023, dem zweiten Tag des Fachärztetages des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands (SpiFa), standen die Themen Digitalisierung, Investoren und Nachwuchs sowie die gesundheitspolitische Runde im Mittelpunkt. Der Tag startete mit einem in der Fachärzteschaft ungeliebten, aber wichtigen Thema: Digitalisierung. Wie die Bundesregierung die Digitalisierung des Gesundheitswesens endlich von der Stand- auf die Überholspur bringen will, erläuterte Dr. Susanne Ozegowski, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Gesundheit. Deutlich in der Runde wurde, dass die Fachärztinnen und Fachärzte bereit und offen für die Digitalisierung sind, die Fortentwicklung allerdings nicht ohne partizipative Prozesse und ausgiebige Tests vor einem großen Rollout gelingen kann. Als begrüßenswert offen und ehrlich wurde die Diskussion um investorengetragene Medizinische Versorgungszentren und das Spannungsfeld der Ärztinnen und Ärzte zwischen Kapitalinteressen und Therapiefreiheit aufgenommen. Im Mittelpunkt des zweiten Veranstaltungstages stand zweifellos die gesundheitspolitische Runde, zu welcher ausgewählte Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag geladen waren. Unter dem provokanten Motto „Quo Vadis Gesundheitspolitik? – Weiter Stop-and-Go oder freie Fahrt für Reformen?“ wurde hitzig zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien und dem SpiFa-Vorstandsvorsitzenden Dr. Dirk Heinrich in Vertretung für die Fachärzteschaft diskutiert. Dabei wurden auch kontroverse Positionen der Ampelkoalitionäre deutlich. Der SpiFa-Vorstandsvorsitzende nahm die teilnehmenden Diskutantinnen und Diskutanten beim Wort und machte deutlich, dass die Fachärzteschaft bei weiteren Vorhaben in der Gesundheitspolitik erwarte, dass sich die Mitglieder des Gesundheitsausschusses deutlicher positionierten und auch offen äußerten. „Politik kann nur gelingen, wenn man alle beteiligten Akteure mitnimmt und nicht einseitig Klientelpolitik betreibt. Es ist wichtig, dass der Ausschuss für Gesundheit im Deutschen Bundestag seine Verantwortung wahrnimmt und auch durchsetzt,“ so Heinrich. Einen abschließenden Ausblick auf den künftigen Beruf Ärztin oder Arzt bot die Diskussion zum Thema Berufsmonitoring, die der SpiFa erstmalig mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) veranstaltete. Hierzu der SpiFa-Hauptgeschäftsführer Robert Schneider: „Wir freuen uns sehr über diese Kooperation und die rege Teilnahme der Medizinstudierenden. Gerade bei einer Veranstaltung mit Blick auf die Zukunft des Gesundheitswesens darf die Perspektive der nachfolgenden Generationen an Ärztinnen und Ärzten nicht fehlen.“ Der SpiFa-Fachärztetag 2023 verzeichnete rund 500 Online-Teilnehmende sowie an die 150 Besucherinnen und Besucher vor Ort. SpiFa-Hauptgeschäftsführer Robert Schneider zeigt sich außerordentlich zufrieden: „Wir haben mit dem SpiFa-Fachärztetag unser Ziel erreicht und der gesundheitspolitischen Debatte mehr Raum und mehr Lautstärke verliehen. Die Politik konnte die Anliegen und Perspektive der Fachärzteschaft deutlich vernehmen und wir erwarten, dass sie diese ernstnimmt und der hier entfachte Dialog auch konstruktiv und zielführend fortgeführt wird.“ (SpiFa/ms)
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