Perspektiven 2025: Internisten setzen Fokusthemen für die nächsten Jahre11. Februar 2019 © fokas.pokas – fotolia.com Das Interesse an medizinischer Forschung wecken, Über- und Unterversorgung in der Behandlung von Patienten eindämmen, Herausforderungen des demographischen Wandels und Multimorbidität angehen: Das sind einige der Fokusthemen, die die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) bis zum Jahr 2025 verstärkt bearbeiten möchte. Das aktuelle Positionspapier und die darin beschriebenen Herausforderungen für Medizin und Wissenschaft stellte der Vorsitzende der Fachgesellschaft, Professor Dr. med. Claus Vogelmeier, bei der heutigen Pressekonferenz der DGIM in Berlin vor. Anlässlich des 200. Geburtstag ihres Gründers Friedrich Theodor von Frerichs am 24. März 2019 hat die DGIM ihre im Jahr 2015 erstmals erschienene Agenda 2020 mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen für Medizin und Wissenschaft angepasst. Unter dem Namen Perspektiven 2025 ist nun ein Positionspapier erschienen, das folgende Fokusthemen der Fachgesellschaft für die kommenden fünf Jahre definiert: Ärzte als Forscher, „Klug entscheiden“, digitale Medizin, Ökonomisierung der Medizin, Aus- und Weiterbildung, demografischer Wandel und Multimorbidität, internistische Systemmedizin, Infektiologie und Hygiene, Intensivmedizin und Notaufnahme sowie Pflege und medizinische Assistenzberufe. Bereits 2015 legte sich die Fachgesellschaft in Abstimmung mit ihren Mitgliedern auf zehn Fokusthemen fest. Daraus hervorgegangen sind unter anderem intensive Betätigung in den Bereichen Über- und Unterversorgung (Initiative „Klug entscheiden“) und Ökonomisierung der Medizin (Initiative „Ärzte Codex) sowie zahlreiche Förderungen für den medizinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs. „Nach wie vor ist die Nachwuchsförderung eine grundlegende Aufgabe der Fachgesellschaft. Es ist uns ein zentrales Anliegen, junge Mediziner zeitgemäß auszubilden und für medizinische Forschung zu interessieren.“, sagt Professor Vogelmeier, Direktor an der Klinik für Innere Medizin des Universitätsklinikums Marburg und Mitverfasser des Positionspapiers. Allein in den Jahren 2017/2018 hat die DGIM über 900.000 Euro in die Nachwuchsförderung investiert. Dazu gehören etwa Stipendien, die junge Ärzte beispielsweise bei Promotion und Forschung unterstützen. Auch die Herausforderungen des demographischen Wandels möchte die DGIM weiterhin mit Priorität behandeln: „Die mit der Alterung verbundene Multimorbidität ist ein längst noch nicht hinreichend untersuchtes Feld – im Zuge dessen wird auch die intensive Zusammenarbeit mit der Pflege und anderen Berufsgruppen im Gesundheitssystem immer wichtiger“, ergänzt Professor Dr. med. Dr. h.c. Ullrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel. In Bezug auf das Arzneimittel-Therapiemanagement bringt sich die DGIM derzeit in das Innovationsfonds-geförderte Projekt AdAM ( Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie-Management) ein. „Es hat sich bereits mit der Agenda 2020 bewährt: Ein klarer Fahrplan hilft, wichtige Ziele im Blick zu behalten und immer wieder anzugehen“, sagt Fölsch. Das Positionspapier finden Interessierte in der DMW: Vogelmeier C et al. Perspektiven 2025 –… Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 207–212. Die Pressestelle der DGIM lässt Ihnen das vollständige Positionspapier auf Anfrage zukommen. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.
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