Platinresistentes klarzelliges Ovarialkarzinom: Fortschritte bei Optimierung der Erstlinientherapie

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Offenbar kann Gemcitabin – insbesondere als Erstlinientherapie – die Prognose von Patientinnen mit platinresistentem (PR) klarzelligen Ovarialkarzinom (OCCC) verbessern. Darauf deuten Studienergebnisse aus Japan hin.

Die neuen Studienergebnisse haben Dr. Yasunori Yoshino vom Komagome Hospital in Tokio (Japan) und seine Kollegen in der Fachzeitschrift „Cancer“ veröffentlicht. Darüber hinaus stelle die Kombination von Bevacizumab (Bev) mit einer Chemotherapie eine vielversprechende Behandlungsoption für das PR-OCCC dar.

In ihre multizentrische, retrospektive Kohortenstudie hatten die Autoren 130 PR-OCCC-Patientinnen aufgenommen, die zwischen 2007 und 2023 in drei auf gynäkologische Onkologie spezialisierten Zentren* in Japan eine Monochemotherapie mit oder ohne Bevacizumab erhielten. Dabei zählten zu den verwendeten Chemotherapeutika Gemcitabin, Pegyliertes liposomales Doxorubicin, Irinotecan, Topotecan, Paclitaxel, Docetaxel und Nedaplatin. Darüber hinaus untersuchten die Wissenschaftler, wie sich der Verlust der Protein-Expression der AT-reichen Interaktionsdomäne-1A (ARID1A) auswirkt.

Besseres Gesamtüberleben beobachtet

Den Ergebnissen ist zu entnehmen, dass Patientinnen, die Gemcitabin als Erstlinientherapie erhielten, ein besseres Gesamtüberleben aufwiesen als jene mit anderen Substanzen. Kombinationstherapien mit Bevacizumab zeigten gegenüber alleiniger Chemotherapie eine signifikant verlängerte Zeit bis zum Therapieversagen und einen Trend zu einem längeren Gesamtüberleben. Der ARID1A-Status hatte weder in der Gesamtgruppe noch in der Gruppe, die Gemcitabin als Erstlinienregime erhielt, Einfluss auf das Gesamtüberleben.

*Tokyo Metropolitan Cancer and Infectious Diseases Center, Komagome Hospital (Universitätsklinikum Tokio) und Shizuoka Cancer Center Hospital

(sf/ri)