Plazentas von COVID-19-positiven Schwangeren zeigen Verletzungen10. Juni 2020 Eine Plazenta einer COVID-19-erkrankten Schwangeren. Die Veränderungen des Gewebes sind in diesem Bild nicht zu sehen (Foto: Northwestern University) Bei einer Untersuchung mehrerer Plazentas von Schwangeren, die positiv auf COVID-19 getestet worden waren, fanden Mediziner verschiedene Verletzungsmuster. Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse zu möglichen Komplikationen durch das Coronavirus. Die Forscher unter Leitautor Dr. Jeffery Goldstein, Dozent am Northwestern University Feinberg School of Medicine, untersuchten insgesamt 16 Plazentas. Bei den Verletzungen handelte es sich um eine ungewöhnliche Blutzufuhr zwischen Mutter und Fetus. “Die meisten der entbundenen Säuglinge wurden voll ausgetragen und die Schwangerschaften der Mütter verliefen normal”, erklärte Goldstein. “Wir haben keine Änderungen erwartet, doch dieses Virus scheint Auswirkungen zu haben.” Goldstein empfiehlt daher, Frauen mit COVID-19 genauer zu beobachten. So sollte untersucht werden, wie die Sauerstoffversorgung in der Plazenta ist oder wie das Kind im Verlauf der Schwangerschaft wächst. Von den 16 Schwangeren klagten vier über grippeähnliche Symptome kurz vor der Entbindung (etwa drei bis fünf Wochen). Bei fünf Patientinnen seien überhaupt keine Symptome festgestellt worden. Die übrigen Frauen waren zum Zeitpunkt der Entbindung symptomatisch. Die Studie wurde online im Fachblatt “American Journal of Clinical Pathology” publiziert.
Mehr erfahren zu: "Paul Ehrlich-Preis für Erkenntnisse zu Autoimmunerkrankungen" Paul Ehrlich-Preis für Erkenntnisse zu Autoimmunerkrankungen Der australische Immunologe Prof. Christopher Goodnow erhält den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2027.
Mehr erfahren zu: "Medikament verbessert die Sexualfunktion bei Patienten mit Depressionen" Medikament verbessert die Sexualfunktion bei Patienten mit Depressionen Eine neue US-amerikanische Studie ergab, dass bei Patienten mit einer Major Depression, die unzureichend auf Standard-Antidepressiva ansprachen, eine Zusatzbehandlung mit dem Medikament Lumateperon eine signifikante Verbesserung der Sexualfunktion erreichen kann.
Mehr erfahren zu: "BÄK-Präsident fordert: „Reformen dürfen nicht länger aufgeschoben werden“" BÄK-Präsident fordert: „Reformen dürfen nicht länger aufgeschoben werden“ Zum Auftakt der parlamentarischen Arbeit nach der Sommerpause mahnt die Bundesärztekammer (BÄK) zu entschlossenem Handeln in der Gesundheitspolitik und fordert Reformen angehen, Bürokratie abbauen und Vertrauen zu schützen.