Polyzystisches Ovarsyndrom: Klinische US-Studie untersucht neuartiges Gerät zur Auslösung des Eisprungs9. Dezember 2024 Foto: © Aliaksandr-Marko/stock.adobe.com Die Studie „Rebalance“ der Universität von Oklahoma (OU), USA, untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit eines Prüfgeräts, das den durch das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) gestörten Eisprung wiederherstellen soll. Die Studie dient zur Unterstützung von Frauen mit PCOS und damit verbundener Unfruchtbarkeit, die schwanger werden möchten. Geleitet wird sie vom Reproduktionsendokrinologen Karl Hansen leitet die Studie für die OU. Hansen ist nach eigenen Angaben der erste Arzt in den Vereinigten Staaten, der das Gerät verwendete. „Das polyzystische Ovarialsyndrom ist eine häufige endokrine Störung, von der etwa 10 Prozent aller [US-]Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter betroffen sind“, erklärt er und fährt fort: „Es ist die häufigste Ursache für Unfruchtbarkeit, die mit dem Ausbleiben des Eisprungs zusammenhängt. Es ist spannend, eine neue potenzielle Behandlungsmöglichkeit für Frauen mit PCOS-bedingter Unfruchtbarkeit zu untersuchen.“ Laut Hansen sprechen etwa 80 Prozent der Frauen mit PCOS auf orale Medikamente zur Stimulierung des Eisprungs an, und bei bis zu 50 Prozent dieser Frauen tritt eine Schwangerschaft ein. Bei etwa 20 Prozent der Frauen setzt der Eisprung jedoch auch mit diesen Medikamenten nicht ein. Eine alternative Behandlung sind Gonadotropin-Injektionen, die eine häufige Überwachung und genaue Dosierungsanpassung erfordern. Eine weitere Option ist das laparoskopische Eierstockbohren, bei dem ein nadelähnliches Gerät durch kleine Bauchschnitte eingeführt wird, um Laser- oder Radiofrequenzenergie in einen Eierstock zu leiten und so den Eisprung wiederherzustellen. Dieses Verfahren ist jedoch seltener geworden, so Hansen. Minimalinvasiver ambulanter Eingriff Das neuartige Forschungsgerät soll den Eisprung bei Frauen mit PCOS-bedingter Unfruchtbarkeit durch einen minimalinvasiven, ambulanten Eingriff auslösen. Das Gerät wird an eine Sonde angeschlossen, die üblicherweise bei transvaginalen Ultraschalluntersuchungen verwendet wird und den Eierstock beurteilt, bevor sie elektrothermische Energie abgibt, um die entsprechende Anzahl von Ablationen an einem Eierstock durchzuführen. In die aktuelle REBALANCE-Studie werden etwa 195 Patientinnen mit PCOS-bedingter Unfruchtbarkeit an mehreren Standorten in den Vereinigten Staaten aufgenommen. Die Forscher werden untersuchen, wie oft die Frauen nach dem Eingriff einen Eisprung haben. Zu den sekundären Ergebnissen, die gemessen werden sollen, gehören die Schwangerschaftsrate nach dem Eingriff, andere Symptome von PCOS und die Dauer der Wirkung des Eingriffs.
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