Potenzial von Hautorganoiden für die Entwicklung von Haarfollikeln29. Januar 2025 © Corona Borealis – stock.adobe.com (Symbolbild) Aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen abgeleitete Hautorganoide bilden Schweiß- und Talgdrüsen, wenn sie unter bestimmten Bedingungen differenziert werden. Eine neue Studie hat die transformative Rolle des Air-liquid Interface (ALI) bei der Morphogenese von Haarfollikeln in Hautorganoiden aus humanen induzierten pluripotenten Stammzellen (hiPSCs) enthüllt. Diese Forschung wirft nicht nur ein Licht auf die komplizierten Mechanismen der Hautentwicklung, sondern sie bietet auch verfeinerte Modelle für die Untersuchung von Hautkrankheiten und die Entwicklung neuer therapeutischer Lösungen. Die ALI-Kultur zeigt eine unvergleichliche Wirksamkeit bei der Förderung der Entwicklung und Reifung von Haarfollikeln und stellt eine neue Plattform für die Hautforschung und klinische Fortschritte dar. Seit Jahrzehnten ist die Schaffung von menschlichen Hautmodellen mit physiologischer Relevanz eine ständige Herausforderung in der dermatologischen Forschung. Herkömmliche Ansätze wie Nagetiermodelle und zweidimensionale Hautkulturen können die Komplexität und Funktionalität der menschlichen Haut nicht nachbilden, insbesondere was Aspekte wie die Entwicklung der Hautanhangsgebilde betrifft. Die Forschenden der aktuellen Arbeit in „Burns & Trauma“ entdeckten, dass die Verwendung der ALI-Kulturmethode die Bildung von Haarfollikeln in aus hiPSC gewonnenen Hautorganoiden im Vergleich zu herkömmlichen schwimmenden Kulturtechniken deutlich verbessert. Ein ALI-Modell wurde mit Transwell-Membranen zur Kultivierung von aus hiPSC abgeleiteten Hautorganoiden (SKOs) verwendet und mit herkömmlichen schwimmenden Kulturmethoden verglichen. SKOs unter ALI-Bedingungen zeigten ein überdurchschnittliches Wachstum der Haarfollikel, sowohl in Bezug auf die Menge als auch auf die strukturelle Komplexität. Diese Follikel waren nicht nur größer und reifer, sondern wiesen auch Merkmale auf, die den natürlichen Haarschäften ähneln und die Entwicklung der Haarfollikel in vivo sehr gut widerspiegeln. Darüber hinaus wiesen ALI-gezüchtete SKOs eine verstärkte epidermale Schichtung und Differenzierung auf, was auf eine genauere Nachbildung der menschlichen Hautarchitektur hindeutet. Diese Ergebnisse unterstreichen, wie vielversprechend die ALI-Kultur für die Entwicklung von Hautorganoiden ist, da sie eine hochentwickelte und funktionelle Plattform für die Forschung und therapeutische Entwicklung in der Dermatologie bietet. „Die Verwendung von ALI-Kulturen hat sich bei der Entwicklung von Hautorganoiden als bahnbrechend erwiesen“, so der leitende Forscher. „Die verbesserte Reifung und Funktionalität der Haarfollikel verdeutlicht das transformative Potenzial dieser Methode für die dermatologische Forschung und die regenerative Medizin.“
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