Prä-Diabetes mellitus: Aroniasaft und Sport zeigen positiven Einfluss20. Juni 2025 Eine Pilotstudie zeigt bei Menschen mit Prä-Diabetes mellitus einen positiven Einfluss des Trinkens von Aroniasaft in Kombination mit Kraft- und Ausdauertraining. Illustration: © Deutsche Sporthochschule Köln Wissenschaftler vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln zeigen in einer Studie den positiven Einfluss des Trinkens von Aroniasaft in Kombination mit Kraft- und Ausdauertraining bei Menschen mit Prä-Diabetes mellitus auf. Laut Angaben des Robert Koch-Institutes liegt in Deutschland bei jeder fünften Person zwischen 18 und 79 Jahren ein Prä-Diabetes vor. Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln haben bei einer Pilotstudie nun die Erkenntnis gewonnen, dass sich das tägliche Trinken von Aroniasaft positiv auf die Gesundheit bei Menschen mit Prä-Diabetes mellitus auswirken könnte. Die Studie wurde im Fachjournal „Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases“ publiziert. Aronisaft zeigt positive Wirkung auf Gefäßwiderstand und Muskelmasse In der randomisiert-kontrollierten und verblindeten Studie zeigten sich bereits nach zwei Wochen leicht positive Wirkungen auf den Gefäßwiderstand sowie in Kombination mit körperlichem Training auf die Muskelmasse, wenn die Teilnehmer den Saft anstelle eines Placebo-Getränks konsumierten. Die Getränke wurden morgens und abends mit zeitlichem Abstand zum Training eingenommen. Erstautorin Dr. Sarah Valder erklärt die Wirkung so: „Aroniasaft enthält vor allem viele Polyphenole, also sekundäre Pflanzenstoffe, die anti-entzündlich und antioxidativ wirken können. Auch Sport und Bewegung haben langfristig diese Wirkungen. Wir gehen davon aus, dass sich die Effekte ergänzen können, wenn das Timing stimmt.“ Zudem verweisen die Autoren der Studie auf Zellexperimente, die eine anabole, also aufbauende, Wirkung von Aronia-Extrakt auf die Muskelzellen nahelegen. „Wir wollen nun in einer Folgestudie eruieren, ob sich die Effekte beim Krafttraining mit längerem Interventionszeitraum bestätigen und sich weitere Benefits für die Patientinnen und Patienten zeigen“, erklärt Prof. Christian Brinkmann vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, der neben Prof. Patrick Diel und Dr. Eduard Isenmann einer der Studienleiter war. Das Projekt wurde von der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS) finanziell sowie von der Eckes-Granini Group mit der Bereitstellung der Studiengetränke unterstützt.
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