Präeklampsie bei Typ-1-Diabetes: Prädisposition durch renale Anomalien21. März 2018 © womue – fotolia.com Subklinische renale Anomalien im ersten Trimester sind bei Frauen mit Typ-1-Diabetes und normaler Albuminurie mit Präeklampsie assoziiert, wie eine britische Studie zeigt. Untersucht wurden 23 Typ-1-Diabetikerinnen mit nachfolgender Präeklampsie (DM+PE+), 24 Typ-1-Diabetikerinnen, die normotensiv blieben (DM-PE-) und 19 normotensive Schwangere ohne Diabetes. Alle Frauen hatten zu Studienbeginn keine Mikroalbuminurie. Die Untersuchungen fanden nach 12,4±1,8, 21,7±1,4 und 31,4±1,5 Gestationswochen statt (alle vor der Präeklampsie). Bei der 1. Nachuntersuchung war das um Kreatinin korrigierte NGAL im Urin in der DM+PE+ Gruppe im Vergleich zur DM+PE- Gruppe signifikant erhöht (p=0,01). Dieser Unterschied blieb auch nach Ausschluss von leuko-zytenpositiven Proben signifikant (5 DM+PE+ und 2 DM+PE-) (p=0,02). Unter Berücksichtigung von BMI, HbA1c und der Gesamtinsulintagesdosis führte eine Verdopplung des um Kreatinin korrigierten NGAL im Urin zu einer Versiebenfachung des Präeklampsierisikos (p=0,026). Im Gegensatz dazu waren weder NGAL im Plasma, noch KIM-1 im Urin Prädiktoren für Präeklampsie. Bei der 1. Nachuntersuchung war zudem die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) bei DM+PM+ Frauen im Vergleich zu DM+PE- Frauen erhöht (p=0,04). Fazit Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass frühe tubuläre und glomeruläre Dysfunktionen bei Frauen mit Typ-1-Diabetes im ersten Trimester eine Präeklampsie vorhersagen könnten, selbst wenn keine Mikroalbuminurie vorliegt. Autoren: Kelly CB et al. Korrespondenz: Centre for Experimental Medicine, Queen‘s University Belfast, Belfast, Großbritannien Studie: Subclinical First Trimester Renal Abnormalities Are Associated With Preeclampsia in Normoalbuminuric Women With Type 1 Diabetes Quelle: Diabetes Care 2018 Jan;41(1):120–127. Web: care.diabetesjournals.org
Mehr erfahren zu: "ROP: Dexamethason-Augentropfen könnten das Fortschreiten verlangsamen" ROP: Dexamethason-Augentropfen könnten das Fortschreiten verlangsamen Eine randomisierte klinische Studie hat gezeigt, dass Dexamethason-Augentropfen das Fortschreiten einer Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) bei extrem frühgeborenen Kindern verlangsamen kann.
Mehr erfahren zu: "Gen-Knockdown könnte Genomeditierung in Retinazellen erleichtern" Gen-Knockdown könnte Genomeditierung in Retinazellen erleichtern Eine Forschungsgruppe aus den USA hat zwei Gene identifiziert, deren Hemmung die Effizienz nichtviraler Genomeditierung deutlich steigern könnte.
Mehr erfahren zu: "Herbst der Reformen? Die Netzhautmedizin ist schon weiter" Weiterlesen nach Anmeldung Herbst der Reformen? Die Netzhautmedizin ist schon weiter Prof. Uwe Pleyer von der Augenklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin berichtet an dieser Stelle regelmäßig über aktuelle ophthalmologische Themen. Die optische Kohärenztomographie (OCT) für zu Hause als ein Schritt […]